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Weg mit alten Zöpfen: Der neue Jaguar XJ bricht bewusst mit der Design-Tradition der Vorgänger.

Raubkatze auf dem Sprung

Neues Flaggschiff XJ von Jaguar

Aufregend anders präsentiert Jaguar jetzt seine neue Oberklasselimousine XJ, die auf der IAA im September ihre Publikumspremiere feiern wird.

Dank leichter Aluminiumkarosserie verbraucht der XJ mit seinem 275 PS starken Dieselmotor laut Jaguar nur sieben Liter auf 100 km - Bestwert in seiner Klasse. Die Preise beginnen bei 76 900 Euro.

Das neue Flaggschiff der Briten ist keine Neuauflage des Klassikers und dürfte ein Schock für alle Traditionalisten sein. So duckt sich der neue XJ wie eine Raubkatze auf dem Sprung, geschwungene Scheinwerfer blinzeln angriffslustig, das Dach spannt sich coupéhaft hinter der langen Motorhaube zum Heck.

Trotz aller Moderne zitieren aber auch zahlreiche muskulöse Linien die Formen des Klassikers Mk. II und des ersten XJ von 1968. Schon beim Coupé Jaguar XK sieht man, dass solch ein Design mit der Zeit reift statt alt zu wirken. Besonders stolz sind die Jaguar-Designer auf das Heck des neuen XJ , das von zwei vertikal angeordneten Heckleuchten flankiert wird. Nachts leuchten sie mit drei LED-Strichen - Jaguar beabsichtigt Assoziationen zu einer Raubtierpranke.

Der neue XJ ist wie sein Vorgänger komplett aus Aluminium gefertigt - das Einstiegsmodell mit Sechszylinder- Dieselmotor wiegt gerade mal 1796 kg. Eine S-Klasse ist 150 kg schwerer. Um diese Leichtigkeit auch optisch zu unterstreichen, bestehen die vorderen drei Viertel des Daches aus getöntem Glas - serienmäßig. Um das Auto optisch flacher zu machen. Dabei ist der große Jaguar gerade mal 1,5 cm niedriger als sein Vorgänger.

Innen blickt der moderne Jaguar-Fahrer statt auf die gewohnten Analoganzeigen auf ein 12,3 Zoll großes Display - es zeigt in der Regel drei klassische Rundinstrumente, blendet aber bei Bedarf auch andere Informationen ein. In der Mittelkonsole finden sich eine wertig aussehende Analoguhr aus gedrehtem Metall und ein weiterer Monitor mit Touchscreen.

Besonderer Clou: Wie schon bei der S-Klasse können sich Fahrer und Beifahrer unterschiedliche Dinge auf einem einzigen Monitor anzeigen lassen. „Dual View“ nennt sich das. Während der Fahrer sich die Navigationskarte anschaut, kann der Beifahrer sich von einer DVD unterhalten lassen. Das Platzangebot im Innenraum entspricht dem des Vorgängers, wobei es auch den Neuen mit zwei unterschiedlichen Radständen gibt. In der Langversion können sogar Zwei-Meter-Männer Zeitung lesen, ohne an die Vordersitze zu stoßen.

Die Motorenpalette bietet keine Überraschungen, alle Triebwerke sind bereits aus dem oberen Mittelklässler XF bekannt: Der Diesel mit 275 PS verspricht satten Durchzug bei niedrigem Verbrauch. Immerhin sind die für den XJ versprochenen sieben Liter Rekord in der Luxusklasse. Darüber hinaus gibt es einen Achtzylinderbenziner als Saugmotor mit 385 PS sowie mit 510 Kompressor- PS. Der Verbrauch soll bei 11,4 bzw. 12,1 Liter je 100 km liegen.

osw.

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