ADAC-Kundenbarometer

Japanische Autobauer bieten besten Service

München - Bei der Kundenbewertung der Automarken stehen BMW und Audi weiter an der Spitze. Doch die japanischen Autobauer holen auf – vor allem beim Service können sie punkten.

Die beiden bayerischen Automarken konnten erneut ihre Spitzenposition verteidigen. Beim ADAC Kundenbarometer behauptet BMW den Platz eins aus dem Vorjahr vor Audi auf Platz zwei. Doch ungefährdet sind die Positionen nicht. Denn bereits auf den Plätzen drei und vier finden sich in diesem Jahr Honda (2012: Platz 8) und Toyota (Platz 9). Sie haben Mini, Mercedes und Volkswagen überholt. Für die Wolfsburger Marke besonders peinlich: Sie hat auch die eigentlich als Ableger für preisgünstige Autos gedachte Konzernschwester Skoda an sich vorbeiziehen lassen müssen.

Doch mehr Sorgen müssen sich die deutschen Hersteller um die Konkurrenten aus Fernost machen. Denn der Aufstieg der Japaner hat einen Grund – die hohe Kundenzufriedenheit mit dem Service. Bei dieser Bewertung, bei der es sowohl um den Autokauf an sich, aber auch um die spätere Betreuung in der Werkstatt geht, haben die Japaner mit einer Qualitätsoffensive einen riesigen Satz nach vorn gemacht. Honda – im Vorjahr noch auf Platz 11 – setzte sich an die Spitze und Toyota kam von dem fünften auf den zweiten Platz. Und das könnte, wenn die heimischen Hersteller und ihre Händler sich nicht bessern, langfristig auch bei der Markeneinschätzung Spuren hinterlassen.

Bei den einzelnen Modellen schnitten die bayerischen Hersteller dagegen gut ab: Nur bei den Kleinstwagen, den Vans und den Hochdachkombis – Klassen, in denen weder Audi noch BMW vertreten sind – haben andere Hersteller eine Chance. Hier siegen der VW up, die Mercedes B-Klasse und der VW-Caddy. Sonst teilt sich immer ein bayerisches Duo die Spitze. Bei den Kleinwagen steht der Mini aus dem BMW-Konzern vor dem Audi A1, bei den Kompakten der Audi A3 vor dem BMW 1er. In der Mittelklasse schlägt der Audi A5 den BMW 3er knapp. In der oberen Mittelklasse kann der Audi A6 den 5er BMW auf Platz zwei verdrängen. Dafür hat der BMW X3 gegenüber seinem schärfsten Konkurrenten, dem Audi Q5, die Nase vorn.

Dagegen gibt es für die schwäbische Konkurrenz der Bayern wenig Grund zur Freude. Nur bei den Geländewagen findet der Mercedes GLK mit einem dritten Platz den Anschluss an Audi/BMW. Der eigentlich achtbare vierte Platz für die E-Klasse, das wichtigste Mercedes-Modell, hat dagegen einen Schönheitsfehler. Auf Platz drei thront der Skoda Superb, der anders als BMW, Audi und Mercedes schon aus Konzerndisziplin gar nicht den Anspruch stellen darf, ein besonders werthaltiges Auto zu sein.

Für das ADAC-Kundenbarometer wurden mehr als 20 000 Verbraucher zu Erfahrungen und Zufriedenheit mit ihrem Auto befragt.

Martin Prem

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