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Fahranfänger mit Handy am Steuer.

14 Sekunden abgelenkt

"Selfies" beim Autofahren gefährlicher Trend 

Ohne Smartphone gehen viele Menschen, insbesondere Jugendliche, kaum mehr aus dem Haus. Beim Autofahren ist es natürlich auch mit dabei. Jeder Dritte hat während der Fahrt bereits "Selfies" geknipst. Ein tödlicher Trend.

Ein "Selfie" ist ein Selbstporträt, das eigenhändig mit dem Smartphone aufgenommen und dann auf sozialen Netzwerken - zum Beispiel auf Facebook - geteilt wird.

Ob die deutsche WM-Nationalmannschaft, Barack Obama oder der Papst persönlich, fast jeder hat bereits ein Selfie von sich geknipst.

Doch hinter dem Steuer ist das Knipsen eines Selfies richtig gefährlich. Immer wieder gibt es Berichte über schwere Autounfälle, nachdem kurz vorher ein Selfie während der Fahrt auf Social-Media-Seiten hochgeladen wurde.

Doch das schreckt Autofahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren nicht ab, wie jetzt eine europaweite Umfrage von Ford zeigt. Demnach hat jeder dritte deutsche junge Autofahrer bereits Selfies während der Fahrt geknipst und gleich hochgeladen. Die meisten sind sich sogar der Unfallgefahr bewusst. Überwiegend Männer ignorieren vor allem das Risiko.

So lange lenkt ein Selfie ab

Rund 14 Sekunden lenkt ein Selfie laut Untersuchungen von Ford die Aufmerksamkeit des Fahrers auf den Straßenverkehr ab. Das Checken der Social-Media-Kanäle kann rund 20 Sekunden in Anspruch nehmen. Ein Auto, das mit Tempo 100 unterwegs ist, legt in diesen Sekunden eine Strecke mit der Länge von fünf Fußballfeldern (525 Meter) zurück.

Zum Vergleich: Das Richten der Haare und der damit verbundene Blick in den Rückspiegel lenkt vier Sekunden lang vom Straßengeschehen ab. Beim Wählen einer Handynummer sind es sieben Sekunden, wie die amerikanischen National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) herausgefunden hat.

Fahranfänger sind besonders häufig in tödliche Autounfälle verwickelt. Deshalb startete Ford im vergangenen Jahr das kostenlose Sicherheitstraining "Vorfahrt für Deine Zukunft". Das praxisbezogene Programm richtet sich an mehr als 5.000 junge Fahrer aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien, zusätzliche Online-Schulungen stehen für tausende weitere Teilnehmer zur Verfügung.

ml

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