Außen modern, innen zeitgemäß: Das macht den neuen Jeep Compass aus. Er kommt im Sommer zu den Händlern. Foto: Jeep/dpa
1 von 6
Außen modern, innen zeitgemäß: Das macht den neuen Jeep Compass aus. Er kommt im Sommer zu den Händlern. 
Das frische Design des Compass überzeugt. Neu sind die markanten Scheinwerfer. Was bleibt ist der typische Grill. Foto: Jeep/dpa
2 von 6
Das frische Design des Compass überzeugt. Neu sind die markanten Scheinwerfer. Was bleibt ist der typische Grill. 
In dem 4,40 Meter langen Geländewagen haben fünf Passagiere Platz. Der Kofferraum fasst ungefähr 500 Liter Gepäck. Foto: Jeep/dpa
3 von 6
In dem 4,40 Meter langen Geländewagen haben fünf Passagiere Platz. Der Kofferraum fasst ungefähr 500 Liter Gepäck. Foto: Jeep/dpa
Der Fahrer erhält auf Wunsch ein großes Infotainment-System mit Touchscreen, Online-Navigation und Smartphone-Integration sowie verschiedenen Assistenzsystemen. Foto: Jeep/dpa
4 von 6
Der Fahrer erhält auf Wunsch ein großes Infotainment-System mit Touchscreen, Online-Navigation und Smartphone-Integration sowie verschiedenen Assistenzsystemen. 
Die Motoren-Palette übernimmt der Compass vom kleineren Renegade: Es gibt einen 1,4 Liter großen Benziner mit 103 kW/140 PS oder 125 kW/170 PS sowie einen 2,0-Liter-Diesel mit den gleichen Leistungsstufen. Außerdem im Angebot: ein 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS. Foto: Jeep/dpa
5 von 6
Die Motoren-Palette übernimmt der Compass vom kleineren Renegade: Es gibt einen 1,4 Liter großen Benziner mit 103 kW/140 PS oder 125 kW/170 PS sowie einen 2,0-Liter-Diesel mit den gleichen Leistungsstufen. Außerdem im Angebot: ein 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS. 
Zudem wird es eine besonders geländegängige Trailhawk-Variante geben. Foto: Jeep/dpa
6 von 6
Zudem wird es eine besonders geländegängige Trailhawk-Variante geben.

Fahrbericht

Jeep Compass: Der kleine Häuptling sucht einen neuen Kurs

Der letzte Compass war ein Flop. Nach ein paar Jahren Pause nimmt Jeep jetzt einen neuen Anlauf und schlägt eine andere Richtung ein: Obwohl der Allradler die Technik seines kleinen Bruders Renegade nutzt, sucht er die Nähe zum größeren Cherokee.

Jeep bringt im Juli für Preise ab 25.000 Euro einen neuen Compass in Stellung. Er soll gegen Autos wie den Opel Mokka, den Seat Ateca oder den Mazda CX-3 antreten. Mit dem Compass schließt Jeep auch die Lücke in seinem Modellprogramm zwischen Renegade und Cherokee.

Wer hat's erfunden? Diese Frage stellt nicht nur der Produzent eines Schweizer Kräuterzuckers, sondern auch ein amerikanischer Autobauer. Denn viele Hersteller suchen heute ihr Heil auf der Buckelpiste. Doch Jeep reklamiert für seinen über 70 Jahre alten Willys zurecht die Jungfernfahrt im Gelände. Fotos der ersten Offroad-Ikone finden Sie bei tz.de. Um so überraschender ist es, dass die Amerikaner ausgerechnet im wichtigsten Segment des boomenden SUV-Marktes zuletzt mit Abwesenheit geglänzt haben und ohne kompakten Geländewagen auskommen mussten. Aber damit ist es ab Sommer vorbei. Dann kommt der Compass.

Alter Name, neues Auto

Der Name ist bekannt und weckt nicht unbedingt die besten Erinnerungen. Denn der letzte Jeep Compass war alles andere als ein Erfolg und wurde deshalb in Europa vor der Zeit vom Markt genommen. Doch das Auto ist vollkommen neu und diesmal weist der Compass in die richtige Richtung: Er sieht frisch und frech aus - und ist trotzdem auf Anhieb als Jeep zu erkennen. Neben der Form passt mit 4,40 Metern Länge und 2,64 Metern Radstand auch das Format perfekt ins Segment.

Im neuen Modell sitzt man deshalb in der ersten Reihe bequem, hat in der zweiten auch als Erwachsener genügend Platz für Kopf und Knie. Bei knapp 500 Litern Kofferraumvolumen muss man weder beim Einkaufen noch bei der Urlaubsplanung geizen.

Viel Ausstattung für Assistenz und Unterhaltung

Auch die Ausstattung ist auf der Höhe der Zeit. Natürlich gibt es teurere Modelle mit mehr Assistenzsystemen und weitreichenderen Eingriffsmöglichkeiten. Aber zumindest hält der Tempomat automatisch den Abstand zum Vordermann, Sensoren schlagen Alarm, wenn man von der Ideallinie abweicht, eine automatische Notbremse verhindert oder entschärft Auffahrunfälle und einparken kann der Compass auf Knopfdruck.

Am meisten Eindruck schindet er aber mit seinem tadellosen Infotainment-System auf dem großen Touchscreen: Die Navigation arbeitet mit Online-Unterstützung, Smartphones werden mit Apple Carplay oder Android Auto gespiegelt, und es gibt eine Reihe eigener Apps. Selbst Textnachrichten kann man dem Auto so diktieren.

Die Technik kommt vom Renegade

Während sich das Design am großen Bruder Cherokee orientiert, borgt sich der Compass die Technik aus der nächst kleineren Modellreihe. So wird er zu einem etwas aufgeblasenen Renegade. Deshalb startet er auch mit durchweg bekannten Motoren: Es gibt zwei Benziner mit je 1,4 Litern Hubraum und 103 kW/140 PS oder 125 kW/170 PS und drei Diesel: Einen 1,6-Liter mit 88 kW/120 PS oder einen 2,0-Liter, der wie in der Otto-Fraktion mit 103 kW/140 PS oder 125 kW/170 PS angeboten wird.

Auch wenn Jeep Fahrleistungen und Verbrauchswerte für die europäischen Modelle erst kurz vor der Markteinführung im Juli parat haben wird, weckt die erste Ausfahrt mit den amerikanischen Fahrzeugen den Wunsch nach einem kleinen Powerboost. Denn selbst mit dem größeren und stärkeren US-Motor mit 2,4 Litern Hubraum und 132 kW/180 PS wird der Compass nicht gerade zum Ausbund an Fahrdynamik.

Auf und abseits der Straße gut unterwegs

Dabei macht dieses Auto durchaus Lust auf ein paar flotte Richtungswechsel: Auf der Straße bewegt sich der Compass schon in der für gewöhnlich etwas weicher und unbestimmter ausgelegten US-Version so handlich und umgänglich, dass man auf die EU-Varianten gespannt sein darf. Er ist handlich, übersichtlich und macht diesmal sogar in Kurven Spaß.

Doch selbst wenn es die meisten Kunden nie ausprobieren werden, darf für einen Jeep am Ende des Asphalts nicht Schluss sein. Deshalb gibt es für die stärkeren Motorvarianten nicht nur die Option auf vier angetriebene Räder. Wie in Baureihen bietet Jeep auch den Compass als "Trailhawk"-Variante an. Mit etwas mehr Bodenfreiheit, einem stabilen Unterbodenschutz, einer anderen Elektronik fürs Getriebe sowie einer Traktionskontrolle für Schnee, Sand oder Schlamm schafft er dann auch den legendären "Rubicon Trail", der im Amerika als Urmeter für ernsthafte Geländewagen gilt.

Fazit: Die Richtung stimmt

Er kann zwar in der Praxis zwischen Kindergarten und Einkaufszentrum nichts wirklich besser als seine Konkurrenten. Und sein größeres Stehvermögen in der Pampa ist für die meisten allenfalls ein psychologisches Argument. Doch er sieht gut aus, hat das richtige Format, den passenden Preis und eine attraktive Ausstattung. Vor allem hat er den klangvollen Namen jener Marke, die für sich zurecht die Erfindung des SUV reklamiert. Schon deshalb ist der Compass ein interessanter Neuzugang im wichtigsten SUV-Segment. Erst recht, weil der Compass diesmal in die richtige Richtung zeigt.

Jeep Compass 1.4 MultiAir

Motor und Antrieb:

Vierzylinder-Turbo-Benziner

Hubraum:

1368 ccm

Max. Leistung:

103 kW/140 PS bei 5500 U/min

Max. Drehmoment:

230 Nm bei 1750 U/min

Antrieb:

Frontantrieb

Getriebe:

6-Gang-Schaltgetriebe

Maße und Gewichte

Länge:

4,40 m

Breite:

1,87 m

Höhe:

1,64 m

Radstand:

2,64 m

Leergewicht:

ca. 1400 kg

Zuladung:

k.A.

Kofferraumvolumen:

ca. 500 Liter

Kosten

Basispreis des Jeep Compass:

25 000 Euro

Grundpreis des Jeep Compass 1.4 MultiAir:

25 000 Euro

Typklassen:

k.A.

Kfz-Steuer:

k.A.

Wichtige Serienausstattung

Sicherheit:

Sechs Airbags, Auffahrwarnsystem, Spurverlassenswarnung

Komfort:

Klimaanlage, Touchscreen-Infotainment, elektrische Parkbremse

Spritspartechnik:

Start-Stopp-Automatik

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

dpa-infocom

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

IAA
IAA 2017: Diese zwölf Traumautos können Sie jetzt schon kaufen
Unter den Modellen, welche die Hersteller bei der IAA 2017 präsentieren, ist vom Kompaktwagen bis zur Luxuskarosse alles dabei. Diese Autos sind bereits erhältlich.
IAA 2017: Diese zwölf Traumautos können Sie jetzt schon kaufen
Auto
Lasst Lichter sprechen: Autonome Autos blinzeln und leuchten
Das autonome Fahren wirft viele Fragen auf, die weit über die eigentliche Lenkaufgabe hinausgehen. Auch wie sich Roboterautos mit Passanten verständigen können, ist …
Lasst Lichter sprechen: Autonome Autos blinzeln und leuchten
Auto
Automarken: Diese geheime Bedeutung steckt hinter den Logos
Jeder kennt sie: Die Logos der Automarken - von Audi bis Porsche. Doch hinter den Emblems steckt meistens eine Geschichte. In der Fotostrecke erfahren Sie mehr.
Automarken: Diese geheime Bedeutung steckt hinter den Logos
PS-Monster und Design-Fails: Die Tops und Flops der IAA
Design liegt immer im Auge des Betrachters - vor allem bei Autos. Einige Hersteller haben bei manchen Modellen etwas daneben gegriffen, wie die Bilder der IAA zeigen.
PS-Monster und Design-Fails: Die Tops und Flops der IAA

Kommentare