Jetzt 442 PS in der neuen Corvette ab 65 300 Euro: Power-Traum aus den USA

München - Wer in den USA vom Sportwagen spricht, meint in der Regel die Corvette. Sie ist seit Jahrzehnten der ur-amerikanische Traum und der ganze Stolz der Nation. Zumal man hier große Leistung zum vergleichsweise kleinen Preis bekommt. Im neuen Modelljahr der mittlerweile sechsten Generation des Hecktrieblers sind es ab sofort mit überarbeitetem Motor genau 442 PS und 586 Nm für schlappe 65 300 Euro Einstiegspreis.

Ein vergleichbar schneller und sprintstarker Porsche 911 Carrera S ist rund 25 000 Euro teurer. Zudem verringert der als Coupé und Cabrio erhältliche Zweisitzer bei den Fahreigenschaften und der Innenraumqualität den Abstand zur Stuttgarter Sportwagen-Ikone immer weiter.

Der Hubraum des 2005 eingeführten V8 beträgt jetzt 6,2 Liter und die Leistung stieg dadurch um 33 PS. In Kombination mit dem ebenfalls überarbeiteten manuellen Sechsgang- Getriebe spurtet die Corvette C6 nun in nur 4,4 Sekunden auf Tempo 100, die Spitze liegt bei 306 Sachen. Das mächtige Triebwerk geht dabei ohne jede Nervosität zu Werke; statt hochdrehen zu müssen, verläßt es sich ganz auf seinen gigantischen Hubraum. Kaum hinter der Handschaltung zu verstecken braucht sich dabei die nun flotter schaltende Automatik mit sechs Stufen und Schaltwippen am Lenkrad.

In großen Teilen erneuert kommt auch das Fahrwerk daher. Unter anderem wurden Aufhängungen, Dämpfer und Stabilisatoren geändert. Beim Fahrverhalten gibt sich der Sportler gelassen und gut beherrschbar. Schlechte Straßen lassen sich vergleichsweise unproblematisch befahren, bei Tempo- Schwellern empfiehlt es sich aber stark abzubremsen, da die lange Front ansonsten schnell Kontakt mit der Fahrbahnoberfläche schließt.

Für ein angenehmes Gefühl hinter dem Steuer und auf dem Beifahrerplatz sorgt der überholte Innenraum. Von spartanisch-amerikanischem Purismus keine Spur. Armaturenbrett und Türen sind mit gepolstertem Kunststoff in Lederoptik ausgekleidet, neue Zierblenden, Innenraumfarben und Applikationen ermöglichen eine individuellere Gestaltung.

Geblieben ist auch im neuen Modelljahr der außergewöhnliche Kofferraum. 634 Liter fasst er, was aber beim Coupé ein etwas theoretischer Wert ist, denn zwischen Laderaum und Innenraum existiert keine Trennung. Dafür findet hinten das abnehmbare Kunststoff-Dach genügend Platz, so dass sich das Coupé mit wenigen Handgriffen in ein Targa-Cabrio verwandelt. Vom reinen Boulevard-Racer für Innenstädte und schnurgerade amerikanische Highways hat sich die Corvette mittlerweile zu einem ernstzunehmenden Sportwagen entwickelt. Dies will die GM-Marke nun auch mit verstärktem Rennsport-Engagement in Europa und mit dem bereits auf der Auto Show in Detroit vorgestellten Top-Modell ZR1 unterstreichen. Die Top-Variante leistet dann aufgeladen rund 620 PS und wird wohl ebenfalls deutlich preisgünstiger sein als der 189 500 Euro teure Porsche 911 GT2. OSW.

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