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Autos und Autokäufer werden in Deutschland immer älter. Verliert die Jugend das Interesse an Autos?

Mangel an jungen Autokäufern

Hat die Jugend keine Lust mehr auf Autos?

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Eine aktuelle Analyse zeigt: Autokäufer werden in Deutschland immer älter. Woher kommt dieser "Methusalem-Effekt"? Hat die Jugend keine Lust mehr auf Autos?

In Deutschland steigt zwar die Zahl der Autos an, nicht aber die der jungen Autokäufer. Eine aktuelle Analyse des "Center of Automotive Research" (CAR) der Universität Duisburg nahm Autokäufer und Autobesitzer unter die Lupe und kommt zum dem Schluss, dass es der Autobranche insgesamt an Nachwuchskunden mangele. Oder anders formuliert: Autokäufer werden immer älter. 

Autokäufer: Keine Nachwuchskunden, sondern "Methusalem-Effekt"

Konkret ergab die Analyse der Duisburger, dass Gebrauchtwagenkäufer in den ersten vier Monaten 2017 durchschnittlich 44,8 Jahre alt waren. Im Vergleich dazu hatte das Durchschnittsalter 1995 noch bei 37,5 Jahren gelegen. Im Falle von Neuwagen beobachtete das Institut mit durchschnittlich 52,8 Jahren einen ähnlich deutlichen Aufwärtstrend - im Vergleich zu 1995 ein Plus von 14,5 Prozent. Und auch das durchschnittliche Lebensalter von Fahrzeughaltern in Deutschland steige tendenziell immer weiter an. Momentan liege es bei 52,6 Jahren, weshalb die Forscher von einem "Methusalem-Effekt" sprechen. Kein schöner Trend für die Autoindustrie.

"Junge Menschen verlieren die Lust am eigenen Auto"

Trotz einer guten wirtschaftlichen Lage und seit 1995 gestiegener Löhne entscheiden sich immer weniger junge Menschen für einen Autokauf. Gerade auch im Gebrauchtwagenbereich. Dabei sollte dieser Sektor für junge Käufer aufgrund ihres tendenziell niedrigeren Einkommensniveaus besonders interessant sein. Das Gegenteil ist der Fall: "Die jungen Menschen verlieren die Lust am eigenen Auto", wird Autoexperte und Professor Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut im Handelsblatt zitiert. Aber woran liegt das? 

Der Professor führt dies vor allem auf mangelnde Anreize aus der Autoindustrie zurück. Richtige Innovationen sehe man heute eher selten und auch die Vertriebskanäle seien seit jeher die gleichen. "Es sieht so aus, als würde der emotionale Kick zum Autobesitz immer stärker abhanden gehen," meint er. 

Alter der Autos geht stetig nach oben

Dazu passt auch, dass das Durchschnittsalter der zugelassenen Autos in den letzten Jahren ebenfalls nur einen Weg kannte - steil nach oben. Während es im Jahr 1995 noch 6,8 Jahre betrug, sind es aktuell 9,3 Jahre. Viele werden sich noch an die Abwrackprämie erinnern, die 2008 und 2009 den einen oder anderen Autofahrer dazu bewog, sich einen neuen Wagen zuzulegen. Abgesehen von solchen Sonder-Kaufprämien verspüren aber scheinbar die wenigsten Menschen einen Grund, einen neuen Pkw zu kaufen. Trotz häufiger Niedrig-Zins-Politik und Rabatten der Autohäuser.

Ein weiterer Grund, warum jüngere Käufer das Interesse an eigenen Autos verlieren, ist sicherlich auch, dass es in Ballungsräumen und Großstädten schlicht nicht unbedingt nötig ist. Stattdessen sind Carsharing-Dienste auf dem Vormarsch. Auch ist nicht zu verachten, dass Staus immer mehr zunehmen und sich auch die Parkplatzsuche manchmal sehr schwierig gestalten kann.

Falls Sie übrigens Ihr Auto verkaufen wollen: dieser Künstler hat es mit einem spektakulären Werbevideo vorgemacht.

Parkplatzkampf im Großstadtdschungel

mop    

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