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Billig-Sportler aus Frankkreich: Gerade mal 8.500 Euro soll der PS120 anfangs kosten.

MPM PS160

Kein Scherz: Billig-Sportwagen für 8.500 Euro

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Sportwagen gehören zu den teureren Anschaffungen auf dem Automarkt. Nicht so bei MPM Motors. Den PS160 schmeißen die Franzosen ihren Kunden beinahe hinterher.

Das französische Start-up MPM Motors entstand 2010 mit der Idee, ein "rassiges" und zugleich "erschwingliches" Auto unter 13.000 Euro zu bauen. Es sollen Käuferschichten angesprochen werden, die sonst nur von solchen Autos träumen können. Außerdem wollten die Gründer neue Arbeitsplätze in der Region nähe Paris schaffen.

Das Team aus jungen Ingenieuren machte sich also ans Werk und entwarf den PS160. Es soll fortan den Beweis antreten, dass diese Idee nicht nur ein Traum bleibt, sondern Realität wird. Der Preis von 8.500 Euro für den Sportwagen ist auf jeden Fall eine Kampfansage. Zum Vergleich: ein Lotus Elise S1 (er bewegt sich im Hinblick auf Gewicht und Leistung in einem ähnlichen Rahmen) kostet selbst gebraucht mindestens rund 15.000 Euro (AutoScout24).      

MPM PS160: Motor von Mitsubishi und wenig Gewicht

Noch ist der PS160, der seinen Anfang in Russland nahm, das erste Modell der MPM-Fahrzeugpalette. Es besitzt einen sogenannten Gitterrohrrahmen und eine Karosserie aus Komposit-Verbundstoffen. Dadurch seien die MPM-Fahrzeuge, so der Hersteller, zehn bis 25 Prozent leichter als ihre Pendants in den gleichen Kategorien. Das Gesamtgewicht (leer) soll nicht mehr als 1225 Kilogramm betragen und dem Wagen damit eine sportlichere Dynamik verleihen. Die sonstigen Maße werden mit 4,68 Metern Länge, 1,86 Metern breite und 1,38 Metern Höhe angegeben.

Angetrieben wird der französische Wagen von einem 4-Zylinder-Benzin-Motor von Mitsubishi samt Fünfgang-Getriebe. Er hat rund 1,6 Liter Hubraum, verbraucht 7,2 Liter Benzin auf 100 Kilometer und produziert immerhin 106 PS. Außerdem soll er die Euro-6-Norm erfüllen.   

Französischer Billig-Sportwagen: Viel Basisausstattung und ein Haken

In Sachen Serienausstattung hat der Franzose Einiges zu bieten: 18-Zoll-Alufelgen, Schalensitze, Klimaanlage, MP3-Audiosystem, LED-Tagfahrlicht und andere Extras. Zudem gibt es drei Jahre beziehungsweise die ersten 100.000 Kilometer lang Garantie. Und das, obwohl die Qualitätsstandards sicher nicht an beispielsweise deutsche Fabrikate herankommen.    

Und einen weiteren Haken hat die Sache: Der veranschlagte Preis von 8.500 Euro gilt nur für die Vorserien-Modelle. Bislang wird der PS160 nicht massenhaft produziert. Er muss sich erst noch beweisen. Aber selbst die Serienfahrzeuge sollen dann nur 12.990 Euro kosten.

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Dennoch wollen die Macher dieses Billig-Sportwagens laufend die Sicherheitsstandards verbessern. Die Karosserie aus Verbundwerkstoffen absorbiere Stöße sehr gut. Außerdem bewege sich der Motor während des Aufpralls sehr wenig, die Lenksäule rage nicht in die Passagierkabine und die Türen zeigten fast keine Verformung nach dem Aufprall.

Im Video unten können Sie sehen, wie der Billig-Sportler im Crashtest ausgesehen hat:

Wer mehr Geld hat, kann sich einen anderen französischen Sportler zulegen: Ende 2017 kommt die Alpine A110 auf den Markt.

Rückblick: Stylische Auto-Klassiker und Legenden der Straße

mop

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