Brüsseler Gericht spricht Islamisten Abdeslam des Mordversuchs schuldig

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Kfz-Versicherung wird teurer

München - Nach jahrelangen Kampfpreisen und Rabattschlachten bei Kfz-Versicherungen müssen sich die deutschen Autofahrer jetzt wieder auf steigende Prämien einstellen.

“Bei den Durchschnittspreisen ist eine steigende Tendenz zu erkennen“, sagte Schadenversicherungsvorstand Klaus-Jürgen Heitmann vom Marktführer HUK-Coburg am Dienstag in München und kündigte an: “Wenn wir höhere Preise durchsetzen können, machen wir das mit.“

Zum ersten Mal seit sechs Jahren seien die Kfz-Prämien am Markt 2010 um 0,6 Prozent gestiegen. Trotzdem hätten die Versicherungen für 100 Euro Prämie im Schnitt 107 Euro für Schäden und Kosten ausgeben müssen. “Bei 107 verdient der Markt kein Geld mehr, deshalb werden die Preise weiter aufwärts gehen“, sagte Heitmann. Mit Tiefpreisen wuchs die HUK-Coburg im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 8,7 Millionen Kfz-Haftpflichtverträge und überholte die Allianz als größte Kfz-Versicherung. Aber mit einer Schaden-Kosten-Quote von 102,3 ist sie versicherungstechnisch ebenfalls in die roten Zahlen gerutscht. Hauptursache sei die enorme Zunahme der Winterschäden gewesen, sagte Heitmann.

Konzerngewinn gesunken

Der Versicherungskonzern steigerte seine Beitragseinnahmen insgesamt um 2,5 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro. Aber der Jahresgewinn fiel wegen der höheren Schadenslasten in den Kfz-, Unfall- und Sachversicherungen um elf Prozent auf 319 Millionen Euro. Dieses Niveau solle 2011 gehalten werden, sagte Vorstandschef Wolfgang Weiler. Die Kfz-Versicherung der HUK-Coburg sei inzwischen sogar auf 8,8 Millionen Kunden gewachsen, sagte Weiler. Jeder zweite Neukunde schließe bei Kaskoversicherungen einen Vertrag mit Werkstattbindung ab und bekomme so einen “deutlich besseren Preis“. Dagegen seien die Versicherungsangebote der Autokonzerne schwer durchschaubar und teuer.

Kritik an Vergleichsportalen

Auch die Vergleichsportale im Internet hätten ihre Tücken, weil die günstigsten Angebote mitunter gar nicht aufgeführt würden. Denn die Portale verlangten von den Versicherern bis zu 100 Euro Provision - “bei einer Durchschnittsprämie von 250 Euro ist das eine heftige Sache“, sagte Weiler, zumal viele Autofahrer ihre Versicherung häufig wechselten. “Der einzige, der noch Geld verdient in diesem Markt, ist dann das Online-Portal“, sagte der Konzernchef. Etwa eine halbe Million Kfz-Verträge werde direkt über Online-Portale abgeschlossen. Die HUK-Coburg steige jetzt bei dem Portal Aspect online ein, das “völlig unabhängig und objektiv vergleicht“, so Weiler.

dapd

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