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Autor Hans Moritz im Kia Carens: Der Familienvan bietet viele Annehmlichkeiten für gutes Geld.

Treuer Familienbegleiter

Kia Carens: Fairer geht’s nicht

Zugegeben, ein wenig zögert man vor der ersten Begegnung mit einem Kia. Reiskocher, Blechbüchse – die Hänseleien sind noch im Ohr. Doch Vorbehalte können Sie getrost auf dem Gehweg zurücklassen.

Der Kia Carens, der am 4. Mai in seiner dritten Ausführung auf den Markt gekommen ist, überzeugt schon auf den ersten Kilometern. Bei dem kompakten Van gefällt nicht nur das Preis-Leistungs-Verhältnis, der Carens bereitet auch jede Menge Fahrspaß, der umfassenden Ausstattung, Dynamik und Wendigkeit sei Dank. Der Anschluss an die untere europäische Mittelklasse ist längst gelungen.

Alles im Blick: das Cockpit des Carens. Punkte gibt es für die vielen Ablagen.

Wer den Kia Carens startet, freut sich über das leichtgängige Getriebe, über eine Servolenkung, die nahezu widerstandslos reagiert. Genauso gefallen die Park-Assistenten, die bei einer Fahrzeuglänge von 4,25 Metern hilfreich sind. Die Rundumsicht ist zwar klasse, Schwierigkeiten bereiten aber die hohe Schnauze und das kleine Guckloch zwischen B- und C-Säule. Der Spritverbrauch wird ins Cockpit überspielt, was zu Sparsamkeit nötigt. Mitunter ist das aber auch ein Spaßverderber. Der Carens ist kein fröhlicher Freerider, sondern ein treuer Begleiter der Familie.

Kia Carens 1.6 GDI

Leistung: 135 PS
Höchstgeschw.: 185 km/h
0 auf 100 km/h: 11,3 sek.
Hubraum: 1591 ccm
Drehmoment Nm bei U/min: 165 bei 4850
Verbrauch EU Drittelmix: 6,4 l/100km
CO2: 149 g/km
Leergewicht: 1483 kg
Kofferraum: 536 – 1694 l
Preis: ab 19.990 Euro

Deswegen gibt es ihn mit fünf oder sieben Sitzen. Allerdings sollte man sich bei der dritten Reihe nicht zu große Hoffnungen machen, es sind allenfalls Notsitze, die das an sich beachtliche Kofferraum-Volumen von fast 1700 Litern empfindlich schmälern. Allerdings können zwei getrennte Sitzreihen bei Familienausflügen streitschlichtender wirken als so mancher internationaler Friedensplan.
Bleiben wir bei den Annehmlichkeiten im Inneren, ins Auge stechen die Heiz- und Kühlfunktion der Vordersitze und das beheizbare Lenkrad. Das Handschuhfach fällt durchschnittlich groß aus, positiv stechen Ablagefächer – eines davon mit USB-Anschluss – in der Mittelkonsole sowie in der Armlehne heraus. Gleiches gilt für die Cupholder in den Türen.

Kia Carnes 1.6 GDI

Optisch fällt der Kia Carens durch ein sportlich-elegantes Design auf, die Kia-typische Front hat das dritte Facelifting leider überlebt. Hier würde mehr Zurückhaltung gut tun. Das Lederpaket gibt es für 1400 Euro, die Metallic-Lackierung ist schon für 530 Euro Aufpreis zu haben. Fairer geht es nicht.

Und unter der Haube? Drei Motoren bieten die Koreaner an – zwei Benzindirekteinspritzer und eine Dieselversion mit Leistungen zwischen 135 bis 166 PS. Die Start-Stopp-Automatik sowie das ebenfalls dem sparsamen Verbrauch geschuldete Sechs-Gang-Getriebe sind serienmäßig. Wem der Blick auf die Benzinuhr egal ist: Motorenbedingt beschleunigt der Carens zwischen 9,7 und 11,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Viele Argumente für einen Wechsel. Die Autobauer satteln aber noch drauf. Die Sieben-Jahre-Wartungsfreiheit, die richtig Geld gespart hat, ist leider ausgelaufen. Die genauso lange Mobilitätsgarantie gibt es aber weiterhin – gut zu wissen, falls der Kia doch mal schlapp machen sollte. Hinzu kommt ein ebenso langes Navikarten-Update.

Hans Moritz

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