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Schöne Optik, leichte Handhabung: Nach dem Facelift bleiben beim SUV-Liebling Kia Sportage dennoch leichte Schwächen.

Schön, schön...

Kia Sportage: SUV-Star mit leichten Schwächen

Schön kommt er daher: Wie frisch vom Friseur, an einzelnen Stellen leicht schönheitsoperiert: schärfere Tigernase, eine Haifischflosse am Rücken und nach hinten LED-Lichter in 3D-Optik.

Das Facelift beim Kia Sportage ist durchaus gelungen, auch wenn die Koreaner nicht zum großen Wurf angesetzt haben. Dagegen sprach sicher auch der nach wie vor glänzende Erfolg des Kompakt- SUVs beim deutschen Autofahrer: Und so griffen die Blechchirurgen eher zu kleinem Skalpell und Pinzette, als zu Hammer und Säge.

Das Platzangebot ist ordentlich, auch wenn die hinteren Fahrgäste der Karosserie mit Neigung nach hinten Tribut zollen müssen. Der Kofferraum ist sehr variabel mit umklappbarer Rückbank (464 bis 1353 Liter), hat aber wie viele SUVs den Nachteil der hohen Ladekante. Das Cockpit ist übersichtlich und gut strukturiert.

Das Display des Navis ist leicht gewachsen, die Navigation gibt klare und deutliche Anweisungen, meist drei Routen zur Auswahl und führt optisch und akustisch zum richtigen Ziel. Die Ausstattungsvarianten geben serienmäßig viel vor. „Spirit“ beinhaltet zum Beispiel fast alles, was das Herz begehrt. Neu im Motorangebot ist ein Zweiliter-Benziner mit 166 PS. Unser Testwagen war aber ein Diesel, der 184 PS starke 2.0 CRDI mit Allradantrieb.

Da der neue Sportage deutlich besser gedämmt ist als sein Vorgänger, hält sich die Geräuschkulisse im Innenraum in Grenzen. Nach kurzem Nageln nach dem Knopfdruckstart wird die Lautstärke angenehm. Doch dann fehlt etwas: Irgendwie wirkt der Motor müde, man glaubt mit 184 PS die Automatik genug kitzeln zu können, um den Sportage auch sportlich nach vorne zu bringen. Ein Trugschluss: Für Höhenflüge ist der Sportage nicht geeignet. Wenn der Fahrer dann das Kitzeln in einen kräftigen Tritt aufs Gaspedal verwandelt, reagiert der Sportage dennoch verhalten. Der Vierzylinder- Diesel und die mäßig übersetzende Sechs-Stufen- Automatik sind kein harmonisches Paar. Dafür antwortet aber sofort die Treibstoffanzeige und schnellt deutlich schneller nach oben als die Antriebsgeschwindigkeit. Da ist die vom Werk angegebene Verbrauchsmarke von unter acht Litern Diesel kaum zu halten.

Ein großer Brummer ist der Sportage nicht, aber halt auch keine Kanone. Die Abstimmung des Fahrwerks mag nicht so recht zum schnittigen Äußeren passen. Der Wagen übersteuert leicht und neigt zum Ausbrechen in schärferen Kurven. Dennoch ist der Sportage nach wie vor eine Option für die SUV-Liebhaber. Preiswert, ohne ganz große Schwächen.

Ali

Kia Sportage 2,0 CRDI

  • Leistung: 184 PS (135 kW)
  • Höchstgeschw.: 195 km/h
  • 0 auf 100 km/h: 9,8 Sek.
  • Hubraum: 1995 ccm
  • Drehmoment (Nm): 392 bei 1800 - 2500 U/min
  • Verbrauch EU-Drittelmix laut Hersteller: 7,2 l/100km
  • CO2: 189 g/km
  • Leergewicht: 1787 kg
  • Kofferraumvolumen: 465 -1353 l
  • Basispreis: 24.100 Euro

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