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Rückwärts fahren Kinder sicherer.

Rückwärts reist Ihr Kind sicherer

Bei den Babyschalen ist es ganz normal: die Kleinen fahren rückwärts mit. Vor dem ersten Lebensjahr wechselt sich mit den Kindersitzen die Fahrtrichtung im Auto. Experten halten das für zu gefährlich.

In Deutschland werden Kleinkinder sobald sie sitzen können, meist noch vor ihrem ersten Geburtstag, in vorwärtsgerichteten Autositzen transportiert.

Bei einem Crash kann das jedoch fatale Folgen haben: Bei einem Frontalaufprall hält ein marktübliches 5-Punkt-Gurtsystem den Oberkörper des Kindes zurück, während die der Kopf nach vorne geschleudert wird. Durch die auf die Halswirbelsäule wirkende Streckkraft können Rückenmarksverletzungen, Querschnittslähmungen oder der Tod die Folge sein.

Rückwärts reist Ihr Kind sicherer

Ein Kind ist in einem herkömmlichen Kindersitz im Falle eines Unfalls extremen Kräften ausgesetzt.

Führende Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat DVR, der ADAC und Stiftung Warentest empfehlen daher so genannte "Reboard"-Kindersitze. Diese Sitzschalen-Systeme werden entgegen der Fahrtrichtung montiert. Dadurch verteilt sich die Aufprallenergie gleichmäßig über den gesamten Rücken. Der empfindliche Kopf und Hals des Kindes werden zuverlässig gestützt. Zahlreiche Unfallstatistiken und langjährige Studien zeigen: Kleinkinder fahren bis zum vierten Lebensjahr in rückwärtsgerichteten Kindersitzen fünf mal sicherer als in üblichen vorwärtsgerichteten Transportsystemen. In skandinavischen Ländern reisen fast 90 Prozent aller Kinder rückwärts. Unfallstatistiken zeigen, dass in den letzten 40 Jahren kein Kind in Schweden in einem Reboard-Sitz starb. In Deutschland hingegen steigt die Zahl der verletzten oder getöteten Kleinkinder mit dem Wechsel von der sicheren rückwärtsgerichteten Babyschale in einen vorwärtsgerichteten Kindersitz dramatisch an.

ots

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