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Offizielle Enthüllung des VW up! Lite: Wenn der Motor keine Kühlluft braucht, wird bei der Studie der Grill komplett geschlossen.

Klein ist sexy

Klein ist sexy - diese Botschaft hat sich offenbar auch bis zu den amerikanischen Autoherstellern herumgesprochen. Auf der Auto Show in Los Angeles stehen diesmal die Kleinen im Rampenlicht. 

Die Bühne gehört vor allem den Klein- und Kompaktwagen, von denen die allermeisten deutsche Wurzeln haben - oder sogar direkt aus Deutschland kommen. So glänzt die spannendste Neuheit der Messe auf dem VW-Stand: Als jüngsten Spross der neuen Kleinwagen- Familie hat Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg dort den Up! Lite enthüllt. Die Studie soll vor allem mit Leichtbau und Minimalverbrauch beeindrucken. Fast so groß wie ein Polo, wiegt der 3,80 m lange Viersitzer nur knapp 700 kg und verbraucht dank seines Diesel-Hybrid-Antriebs gerade mal 2,44 Liter.

Stummelheck für den US-Markt: Ford führt den Fiesta in den Staaten mit einer weiteren Karosserievariante ein.

Mit einem CO2-Ausstoß von 65 g/km ist das der sauberste Viersitzer der Welt, so Hackenberg. Während man das erste Kind der neuen Kleinwagen-Familie nicht vor Ende 2011 und den Up! Lite wahrscheinlich nie kaufen kann, beginnt der Zwergenaufstand bei Ford schon Anfang 2010. Dann gibt es den in Deutschland entwickelten Fiesta auch in den USA. Dafür wurde der Wagen den US-Vorlieben angepasst und die Modellpalette um einen Viertürer mit kurzem Stummelheck ergänzt. Dabei kommt der Fiesta aber nicht alleine: Fast zeitgleich startet jenseits des Atlantiks auch sein japanischer Cousin Mazda 2. Ebenfalls deutsche Wurzeln haben die beiden wichtigsten Neuheiten von General Motors.

Denn der kompakte Hoffnungsträger Chevrolet Cruze steht auf der Plattform des neuen Opel Astra, und beim nun tatsächlich serienreifen Volt haben die Amis noch ein Jahr Zeit, bis er zunächst allerdings nur im „grünen“ Kalifornien auf den Markt kommt.

Sie dürfen auf keiner US-Automesse fehlen: Aufgemotzte Geländewagen wie hier der zum „Lower Forty“ getunte Jeep Wrangler.

Gleich zwei Nummern kleiner ist die Studie P-Nut von Honda: Der Personal Neo-Urban Transporter hat drei Sitze, braucht mit 3,40 m Länge und 1,75 m Breite weniger Platz als ein Kleinwagen und bietet mehr Raum als ein Auto aus der Mittelklasse. Möglich wird das mit einem Antrieb, der wie beim Smart im Heck arbeitet und wahlweise mit einem Benziner, einem Elektro- oder einem Hybridsystem betrieben werden kann. Bei aller neu gewonnener Bodenhaftung: Nur klein und grün geht freilich nicht im Land der Muscle Cars und Matschpiloten.

Höcker hinter den Sitzen: Porsche zeigt auf der L.A. Auto Show den neuen Boxster Spyder.

Deshalb zeigt Cadillac den CTS jetzt auch als sportliches Coupé, Jeep tunt den Wrangler zum „Lower Forty“ und Ford spendiert dem Mustang einen neuen V6 mit mehr Muskeln und trotzdem mehr Meilen pro Gallone. Die richtigen Dreamcars kommen diesmal ebenfalls aus Germany. So feiert bei Mercedes-AMG der Flügeltürer SLS Premiere, bei Porsche der nagelneue Boxster Spyder und erstmals in den USA der Audi R8 Spyder.

osw.

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