Der kleine Passat

- Volkswagen baut die Golf-Familie weiter fleissig aus: Nach dem Golf, dem Golf Plus und dem Touran rollt an diesem Wochenende der neue Jetta zu den deutschen Händlern. Ein elegantes und frisches Design im Stile des Passat sowie eine erweiterte Grundausstattung sollen das Schattendasein beenden, das die viertürige Stufenheck-Limousine bei uns bislang führte.

Die Preise beginnen bei 18 950 Euro für den Jetta mit einem 1,6-l-Benziner und 102 PS. Während der im mexikanischen Puebla gebaute Viertürer in den USA das erfolgreichste Auto eines europäischen Herstellers überhaupt ist und dort bereits vor einem halben Jahr auf dem Markt kam, spielte die Stufenheckversion gegenüber dem Schrägheck- Golf in Deutschland bislang nur eine untergeordnete Rolle. Eine vorübergehende Namensänderung ("Vento", "Bora") half da nicht viel -es blieb bei einem Anteil von weniger als zehn Prozent der Golf-Käufer hierzulande. Nun heißt der Bora wieder Jetta, doch wichtiger als der neue alte Name ist das Design, mit dem das Fahrzeug gegenüber dem Vorgänger aufwartet.

Der Neuling präsentiert sich mit dem aktuellen vom Passat her bekannten VWMarkengesicht mit dem prägnanten Chromgrill sowie dem neuen Heckdesign mit schnell ansprechenden LED-Leuchten in Rundoptik, die ebenfalls den Passat und Golf Plus zieren. So darf sich der Jetta durchaus als ein eleganter kleiner Bruder des Passat fühlen. Seinen Platz innerhalb der Golf-Familie dürfte der Viertürer vor allem als langstreckentaugliche Reiselimousine mit stattlichen Abmessungen finden. Die Fahrzeuglänge ist um fast 18 cm auf 4,55 m gewachsen, der Radstand hat um 6,5 cm auf 2,58 m zugelegt. Hinzu kommt ein mit 527 Liter Fassungsvermögen äußerst voluminöser Kofferraum, dessen Größe sich auch in der Oberklasse sehen lassen könnte.

Fahrwerk und Antrieb sind bereits von den anderen Modellen der Golf-Familie bekannt: So weiß der Fronttriebler dank der aufwendigen Fahrwerkskonstruktion mit Agilität und gutem Komfort zu überzeugen. Bei der Motorwahl dürften sich die meisten Kunden wie schon beim Golf für den 1,9-l-TDI mit 105 PS entscheiden. Daneben stehen der Einstiegsbenziner mit 102 PS sowie drei FSI-Benzindirekteinspritzer und vorerst ein weiterer TDI-Motor mit 140 PS zur Wahl.

Partikelfilter sind ab Herbst lieferbar. Insgesamt reicht das Leistungsspektrum bis 200 PS im Topmodell mit dem Turbo-FSI aus dem Golf GTI. Erfreulich umfassend die Basisausstattung der Limousine: Alle Jettas fahren in Serie mit Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung sowie ESP, aktiven Kopfstützen und sechs Airbags vor.

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