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Ford startet seinen neuen Ka Mitte November ab 9750 Euro.

Kleiner City-Flitzer

München - Mit dem kleinen Ka hat Ford schon früh auf den Trend zum kleinen und preisgünstigen Pkw gesetzt. Zwölf Jahre nach der Markteinführung geht nun die zweite Generation des City-Flitzers an den Start.

Der Dreitürer legt das rundliche Erscheinungsbild des Vorgängers komplett ab, bietet aber ein Fahrverhalten auf gleich hohem Niveau. Ab Mitte November steht der Ka mit zwei sparsamen Motoren beim Händler. Die Preisliste startet bei 9750 Euro.

Sein nächster Verwandter ist auch sein größter Konkurrent. Denn technisch basiert der Ford Ka auf dem Fiat 500, mit dem er gemeinsam im polnischen Tychy vom Band läuft. Die äußerlichen Unterschiede zwischen den beiden ansonsten zu großen Teilen identischen Modellen sind jedoch deutlich: Während der Fiat auf niedliche Nostalgie setzt, ist der Ford von der runden Knutschkugel zum flotten Keilflitzer mutiert.

Im Innenraum bietet der Dreitürer ordentlich Platz. Im Fond finden auch Personen über 1,80 Meter noch genug Kopf- und Schulterraum vor, vorn sitzt man auf den etwas knapp geschnittenen Sitzen ganz ordentlich; auch Großgewachsene verfügen aufgrund der gegenüber dem Vorgänger deutlich gewachsenen Höhe über aus reichend Raum. Variabilität ist mit der umklappbaren Rückbank auch gegeben, zwischen 241 Liter Laderaum bei voller Bestuhlung und 710 Liter beim Umlegen der Rückbank stehen dann bereit. Die Cockpitgestaltung kann ebenfalls überzeugen; auffallend ist die dominante Mittelkonsole, in der alle Bedienelemente gut erreichbar platziert sind.

Anders als beim Fiat 500 stehen für den Ka nur zwei Motoren zur Wahl, die der italienischen Kooperationspartner bereit stellt. Größtes Zugpferd wird zweifelsfrei der Ottomotor sein, der mit seinen 69 PS für die Stadt durchaus ausreicht, doch auf längeren Strecken dann aber etwas schlapp daher kommt. Der Verbrauch von 5,1 Liter Super auf 100 km ist in Ordnung.

Noch sparsamer ist man mit dem Diesel unterwegs, der lediglich 4,2 Liter Diesel schluckt. Zudem verfügt der 1,3-l-Selbstzünder schon bei niedrigen Touren über eine gute Beschleunigung und wirkt daher deutlich spritziger als der Benziner. Die 2000 Euro Aufpreis machen ihn jedoch nur für Vielfahrer interessant. Weitere Motoren, etwa das 100-PS-Triebwerk aus dem Fiat 500, sind zunächst nicht geplant.

Preislich ist der Ford ebenfalls unterhalb seines italienischen Zwillings positioniert. Der Einstiegspreis liegt bei 9750 Euro, für 1000 Euro mehr erhält man ein ordentlich ausgestattetes Auto mit Klimaanlage, Fensterhebern und Zentralverriegelung. Der Schleuderschutz ESP ist allerdings nur gegen Aufpreis zu haben. Ebenso stehen zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten nur gegen eine Extra-Zahlung zur Wahl, unter anderem Rallye-Streifen und spezielle Sitzbezüge, die aus dem gewöhnlichen Kleinwagen ein Designer-Stück machen.

Insgesamt setzt der Ka sich deutlich von dem Fiat 500 ab. Das flottere Fahrwerk und der günstigere Einstiegspreis sprechen für den Spätgeborenen. Die eingeschränkte Antriebspalette könnte allerdings eine etwas kräftigere Ergänzung vertragen. Das Fehlen eines serienmäßigen ESP-Systems prädestiniert den Ka ebenfalls mehr für den Einsatz innerhalb der Stadt. Als schicker City-Flitzer zum fairen Preis ist er mehr als eine Überlegung wert.

osw.

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