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Rundet das Audi-Programm ab 2010 nach unten ab: Der A1 basiert auf der Technik des VW Polo

Die Kleinwagen-Zukunft der nächsten Jahre

Sparsamkeit war noch vor kurzer Zeit so gar nicht angesagt. Vor allem beim Autokauf sollte es oft ein möglichst starker Motor sein, dazu noch eine Karosserie, die etwas hermacht. Kleinwagen kaufte man, wenn das Geld nicht reichte.

Nun aber sieht die Welt anders aus: Mittlerweile wird jener Autofahrer schief angesehen, der immer noch zu einem großen Auto mit großem Motor greift. Kleinwagen dagegen werden nicht mehr allein wegen des kleinen Preises gekauft - sondern vor allem auch deswegen, weil sie mit geringem Verbrauch und niedrigen Schadstoffwerten auch zeitgemäß sind. Kein Wunder, dass die Hersteller auf die steigende Nachfrage in naher Zukunft mit vielen neuen Modellen reagieren.

Wie groß das Interesse an kleinen Autos ist, zeigen aktuelle Zahlen mehr als deutlich: In den ersten fünf Monaten des Jahres hatten die Minis und Kleinwagen in Deutschland einen Markteinteil von 38,2 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 lagen die Kleinen bei 21,2 Prozent, 2008 waren es 24,4 Prozent.

Dass die sogenannte Abwrackprämie Einfluss auf die Nachfrage nach Kleinwagen hatte, steht außer Frage. Doch auch wenn der Abwrack-Boom vorüber ist, rechnen die Experten weiter mit einem sehr hohen Anteil: Bis zum Ende des Jahres wird sich der Marktanteil auf etwa 30 Prozent einpendeln, in der Zukunft werden es um die 27 Prozent sein.

Selbst Hersteller, die bisher wenig mit Kleinwagen am Hut hatten, werden ihr Angebot nun nach unten erweitern. So kommt bereits im nächsten Jahr von Audi der A1. Der kleine Audi basiert auf der Technik des neuen VW-Polo und wird eine eher teurere Ausgabe - eine Cabrio-Variante folgt vermutlich 2011.

Etwas später kommt auch BMW mit einem Modell, das bislang als „Mega City Car“ angekündigt wurde, und bei dem auch ein elektrischer Antrieb zur Verfügung stehen soll. Wahrscheinlicher Termin: 2012.

Von Opel wird Ende 2011 nicht nur ein Cabrio auf Corsa-Basis erwartet - ein zusätzlicher Kleinstwagen soll 2012 auf den Markt kommen. Noch enger sind die Zeitpläne bei Volkswagen: Hier gilt die Studie Up! als zeitgemäßer Nachfolger des einstigen Lupo und soll im nächsten Jahr in verschiedenen Karosserie- Varianten starten. Außerdem wird es ihn nicht nur mit dem VW-Emblem geben. Auch Skoda und Seat werden die Basis für ein eigenes Modell nutzen. Neben Diesel- und Benzinmotoren soll er auch einen elektrischem Antrieb bekommen.

Als typischer Kleinwagen- Anbieter gilt traditionell Fiat. Hier wird 2010 der neue Panda und 2011 der nächste Punto erwartet. Auße rdem wird noch ein weiteres Modell unterhalb des Pandas kommen.

Bei Smart versucht man es allem Anschein nach auch mal wieder mit mehr Sitzplätzen. Nachdem der glücklose Viersitzer Forfour längst Vergangenheit ist, wird nun für 2012 ein neuer Viersitzer in Zusammenarbeit mit Renault erwartet.

Und das sind längst nicht alle Kleinwagen-Neuheiten: Für 2010 sind einen völlig neuen Mini von Honda ebenso angekündigt wie den Nachfolger des Lancia Y, den nächsten Nissan Micra oder auch einen Kleinwagen von Mitsubishi. Ende 2010 könnte der nächste Toyota Yaris erscheinen, 2012 folgen dann die nächsten Generationen von Peugeot 207, Renault Clio, Subaru Justy und Suzuki Swift. Von Dacia wird 2011 ein Kleinwagen- Coupé erwartet, 2012 kommt der neue Logan. Und dass der 2010 erwartete kleine Citroën DS3 die Buchstabenkombination des legendären großen Citroën DS trägt, zeigt deutlich, welchen Stellenwert die Kleinen bekommen.

osw.

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