+
Ein neues Gesetz ermöglicht es Gerichten jetzt, bei Rasern noch härter durchzugreifen (Symbolbild).

Neues Gesetz

Mit 126 km/h zu schnell: Raser erstmals von Gericht enteignet

Nachdem ein 22-Jähriger es mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht so genau nahm, griff ein Gericht nun hart durch - und enteignet den Raser. 

Zuerst fuhr er auf der Autobahn A7 ganze 88 km/h schneller als erlaubt, überholte rechts und überfuhr durchgezogene Linien, später raste er mit 226 statt den erlaubten 100 km/h durch die Straßen und bretterte mit 129 km/h durch eine Ortschaft. Erst dann wurde ein 22-jähriger Motorradfahrer Ende letzten Jahres von der Polizei aus dem Verkehr gezogen.

Rasende Motorradfahrer: Neues Gesetz ermöglicht Einziehung von Kraftfahrzeugen

Hätte er sich diese Geschwindigkeitsüberschreitungen bis Ende 2017 geleistet, würde der Motorradfahrer lediglich wegen des Verstoßes gegen die Straßenverkehrsverordnung verurteilt werden. Seither gibt es aber den neuen Paragrafen 315d im Strafgesetzbuch, der sich mit illegalen Straßenrennen beschäftigt.

Dieser besagt: "Wer sich im Straßenverkehr als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." Zusätzlich können Kraftfahrzeuge eingezogen werden.

Auch interessant: Fahranfänger überholt Streifenwagen mit 200 km/h - Beamte stellen noch Schlimmeres fest.

126 km/h zu schnell: Das droht dem Raser nun

Deshalb wird dem Raser nun der Führerschein entzogen und er erhält eine neunmonatige Führerscheinsperre sowie eine Geldstrafe von 2.600 Euro. Obendrein nimmt das Gericht ihm ersatzlos das Motorrad weg, an dem der 22-Jährige technische Veränderungen vorgenommen hat. Das 15.000 Euro teure Fahrzeug soll nun versteigert werden.

Kai Wantzen vom Hanseatischen Oberlandesgericht erklärt dazu: "Die Einziehung des Kfz als Tatobjekt ist eine Ermessensentscheidung des Gerichts." Wären die Umstände anders gewesen, hätte das Gericht vermutlich anders entschieden - zum Beispiel, wenn es sich um ein Fahrzeug handeln würde, auf das die Familie des Fahrers angewiesen ist oder das nicht zuvor "gepimpt" wurde. Da der 22-Jährige seinen Einspruch zurückgezogen hat, ist das Urteil nun rechtskräftig.

Lesen Sie auch: Raserei und Autocorso: Polizei stoppt wildgewordene Hochzeitsgesellschaft.

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frau bringt ihren Mazda in die Reinigung - Personal schockiert: "Das ist ekelhaft"
Als eine Australierin ihren Madza in die Autoreinigung brachte, staunte das Personal nicht schlecht. Sieben Stunden lang musste das Auto auf Hochglanz gebracht werden.
Frau bringt ihren Mazda in die Reinigung - Personal schockiert: "Das ist ekelhaft"
Höhere E-Auto-Kaufprämie: Wie komme ich an den Umweltbonus?
Die EU-Kommission hat grünes Licht für höhere Kaufprämien von E-Autos gegeben. Diese erhöhen sich damit um bis zu 50 Prozent. Aber wie kommt man eigentlich an das Geld?
Höhere E-Auto-Kaufprämie: Wie komme ich an den Umweltbonus?
H-Kennzeichen: Diese Vorteile bringt es und welche Autos es tragen dürfen
Seit 1997 gibt es in Deutschland das H-Kennzeichen. Aber nur spezielle Autos dürfen sich mit diesem Zusatz schmücken. Wir erklären, was hinter dem H-Kennzeichen steckt.
H-Kennzeichen: Diese Vorteile bringt es und welche Autos es tragen dürfen
So reinigen Sie blitzschnell Ihre Autositze mit diesen Hausmitteln
Egal ob, Wasserflecken, Kalk oder anderer Schmutz: Viele Flecken auf Autositzen lassen sich mit Hausmitteln entfernen. Die Redaktion erklärt Ihnen, wie das geht.
So reinigen Sie blitzschnell Ihre Autositze mit diesen Hausmitteln

Kommentare