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Unsere Autorin Manuela Dollinger.

Aufschlag bei der Kfz-Versicherung

Kommentar: Senioren pauschal als Risiko einstufen?

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München - Senioren müssen pauschal einen Aufschlag bei der Versicherung zahlen. Dabei könnten die Versicherer individuell bewerten, meint unsere Autorin.

Fahranfänger werden bei der Kfz-Versicherung kräftig zur Kasse gebeten. Sie sind unerfahren und bauen statistisch gesehen mehr Unfälle als ältere Autofahrer. Die Versicherer rechnen deshalb einen Risikoaufschlag ein. Mit jedem unfallfreien Jahr sinkt die Prämie in den Folgejahren. Für Führerscheinneulinge ist das zwar bitter. Doch das System macht Sinn und hat sich bewährt. Wer umsichtig fährt, wird belohnt – zumindest bis er 60 Jahre alt wird.

Denn für viele Versicherer werden Fahrer im Alter wieder zu Fahranfängern, was die Prämie betrifft. Auch wer ein Leben lang unfallfrei gefahren ist, muss dann erneut einen Risikoaufschlag bezahlen. Senioren werden pauschal als Sicherheitsrisiko eingestuft. Dabei liegen den Versicherern (anders als bei Fahranfängern) individuelle Daten zum Autofahrerleben jedes einzelnen Kunden vor. Danach sollte sich die Tarifierung auch richten.

Zumal: Statistisch gesehen sind Autofahrer ab 65 sogar seltener in schwere Unfälle verwickelt als jüngere Altergruppen. Zugegeben: Die Zahl der Blechschäden steigt. Allerdings reicht das nicht als Begründung für Zuschläge bis zu 76 Prozent. Betroffene sollten sich wehren – zum Beispiel indem sie das Auto auf den jüngeren Partner versichern und so der Versicherung ein Schnippchen schlagen.

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