Kompakte Raumwunder

München - Alltagstauglichkeit und Komfort sind maßgebliche Kriterien beim Kauf eines Reisemobils. Deshalb verwundert es kaum, dass sich auf dem Caravan Salon 2008 (29. August bis 7. September) in Düsseldorf der Trend des Vorjahres fortsetzt: Bei den Neuheiten sind vor allem kompakte und wendige Einstiegsmodelle oder edle Luxusvarianten zu sehen.

Die familienfreundliche Mittelklasse ist dagegen eher spärlich besetzt. Auf der wichtigsten Messe der Branche werden rund 2000 Fahrzeuge präsentiert.

Die ausgestellten Reisemobile basieren meist auf den Fahrgestellen von Fiat Ducato, Ford Transit oder Iveco Daily und werden dabei in der Regel von Motoren mit einem Hubraum zwischen 2,2 und 3,0 Liter angetrieben; sie verfügen über Leistungswerte zwischen 85 und 176 PS.

Mit dem City Car nimmt Bürstner erstmals einen ausgebauten Kastenwagen ins Programm. Das Fahrzeug auf Basis des Fiat Ducato ist knapp sechs Meter lang und vorerst lediglich in einer Variante mit drei Schlafplätzen zu haben. Der Neuling darf 3300 kg wiegen und soll für Preise ab rund 38 000 Euro auf den Markt rollen. Außerdem stehen der Teilintegrierte Prismo auf Ford Transit-Basis und der Integrierte Viseo auf einem Fiat Ducato-Chassis. Weitere neue Kastenwagen und Campingbusse sind unter anderem bei Laika mit dem Sport 100, bei TEC mit dem K-TEC und bei LMC mit dem Liberty Tourer zu bewundern.

Westfalia präsentiert auf dem Salon zwei Eigenentwicklungen in der beliebten 3,5-Tonnen-Gewichtsklasse, die denselben Geschwindigkeitsbegrenzungen unterliegen wie Pkw. Der teilintegrierte WestVan auf Ford-Transit-Basis bietet bei einer Länge von 6,26 m Platz für drei Personen. Die robuste Holzausstattung sorgt für eine angenehme Atmosphäre, eine Heckgarage bietet Raum für Fahrräder oder Motorroller. Der Preis beginnt bei rund 55 800 Euro. Der ausgebaute Kastenwagen Big Nugget XL auf Ford-Transit-Basis ist bei einer Länge von 5,60 m dagegen serienmäßig auf zwei Personen ausgelegt und kostet ab 45 500 Euro.

Auch Fendt stellt erstmals ein teilintegriertes Wohnmobil vor, das zunächst mit vier Grundrissen verfügbar sein soll. Die Modelle unterscheiden sich vor allem durch unterschiedliche Bettenformen im Heck. Auf dem Fahrgestell des Fiat Ducato aufgebaut, beginnt der Preis für die bereits serienmäßig gut ausgestatteten Fahrzeuge bei 56 800 Euro.

Auf dem Mercedes-Sprinter-Chassis ruht der Globeline von Dethleffs; angetrieben wird das Fahrzeug von einem 2,1-l-Diesel mit 150 PS. In vier Grundrissen kommt der Teilintegrierte für Preise ab rund 60 000 Euro in den Handel.

Auf ein modernes Erscheinungsbild mit gewölbten Aufbauwänden setzt der "Siesta Exclusive" von Hobby. Vier Grundrisse stehen bei dem Teilintegrierten auf Ford-Transit- Basis zur Wahl, das zulässige Gesamtgewicht liegt je nach Modell zwischen 3500 und 3850 kg. Bei Preisen ab 44 000 Euro bietet das sechs bis sieben Meter lange Fahrzeug je nach Grundriss drei bis vier Personen einen komfortablen Übernachtungsplatz. Bei vielen Herstellern von Alkovenmobilen steht in diesem Jahr vor allem die Überarbeitung von etablierten Modellen auf dem Programm, wie beispielsweise bei Euro Mobil in den Baureihen Terrestra oder Profila. Zuwachs bekommt jedoch die Baureihe Globetrotter von Dethleffs, neben dem XXL werden zur neuen Saison auch die Modellreihen XL und L angeboten.

Während der XL auf einem Iveco-Chassis mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 5,2 Tonnen aufbaut, bleibt der Globetrotter L auf Iveco-Basis als kleinster Spross der Familie unter 3,5 Tonnen und bietet dank Doppelboden dennoch viel Stauraum. Für ihn stehen drei Grundrisse mit jeweils vier Schlafplätzen zur Wahl. Der Preis beginnt bei rund 65 000 Euro. n Auch bei den Integrierten sind mehrere abgespeckte Fahrzeugversionen zu bewundern: Der Chic C-Line von Carthago rundet die Baureihe mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen nach unten ab. Dafür ist die Fahrzeuglänge des Reisemobils auf Fiat-Ducato-Basis auf 6,75 bis 7,25 m verkürzt worden. Vier bis fünf Personen finden einen Schlafplatz in den vier angebotenen Versionen, die Preisliste wird voraussichtlich bei rund 75 600 Euro beginnen.

Neuen Schwung soll der Sport-Liner von Knaus in die Königsklasse bringen. Das Reisemobil setzt eher auf Funktionalität als auf eine opulente Ausstattung, bietet aber pfiffige Details wie ein zur Seite wegklappbares Waschbecken oder Frontjalousien. Der Preis für den Liner auf Fiat-Ducato-Basis mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen oder 4,0 Tonnen beginnt bei 53 000 Euro.

Komfort ist im Segment der Premiummodelle im Fokus. Der Hymer Liner verfügt beispielsweise über eine 4500 Liter fassende Heckgarage, Fußbodenheizung, eine getönte Windschutzscheibe mit elektrischen Rollläden und eine Dusch-Falttür aus Glas. Das Edel-Mobil auf Iveco-Daily-Basis ist in einer 6,0- und einer 6,5-Tonnen-Ausführung erhältlich. Der Preis beginnt bei rund 155 000 Euro. Was es bei den Wohnwagen an Neuigkeiten gibt, lesen Sie an am Samstag an dieser Stelle.

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