+
Braucht man nach einem Unfall einen Mietwagen, kann es zu Streitigkeiten in Sachen Kostenerstattung kommen. Entscheidend sind reale Mietwagenpreise. Foto: Franziska Gabbert

Kostenerstattung Mietwagen: Reale Marktpreise entscheidend

Ein Crash und der Wagen ist hin. Zur Arbeit muss man trotzdem. Die Lösung ist dann meistens ein Mietwagen. Lässt man sich die Kosten für diesen erstatten, kommt es auf die realen Marktpreise an.

Düsseldorf (dpa) - Nach einem Unfall hat der Geschädigte Anspruch auf einen Mietwagen. Die Kosten dafür dürfen allerdings nicht zu hoch sein und müssen sich an den tatsächlich geforderten Preisen der Autovermieter orientieren.

Das lässt sich einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf entnehmen, auf das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist (Az.: I-1 U 42/14). In dem verhandelten Fall hatte sich die Geschädigte eines Unfalls für einen teuren Mietwagen entschieden.

Für die Schätzung, ob die Kosten angemessen waren, zog das OLG die Marktpreisliste des Fraunhofer-Instituts heran und gab ihr den Vorzug gegenüber der vom Branchendienst Schwacke erstellten Preisliste. Letztere beruhe im Wesentlichen auf Preisinformationen der Anbieter, weshalb das Gericht Zweifel hatte, ob sie den Markt wirklich realistisch abbildet. Das Fraunhofer-Institut ermittle die Preise durch anonyme Marktabfragen und entspreche daher den real gezahlten Preisen am ehesten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

200 Euro und Fahrverbot: Handy-Verbot am Steuer wird verschärft
Abschreckendere Strafen für Autofahrer: Das Handy am Steuer kostet künftig bis zu 200 Euro plus Fahrverbot. Und es kommt noch mehr:
200 Euro und Fahrverbot: Handy-Verbot am Steuer wird verschärft
Rasern drohen künftig deutlich härtere Strafen
Manche Autofahrer mögen es sehr schnell und veranstalten illegale Rennen. Ein neues Gesetz soll solche Temposünder das Fürchten lernen. Denn es drohen nicht nur …
Rasern drohen künftig deutlich härtere Strafen
Vernetzt in die Zukunft: Erfahrungen mit dem Kymco AK 550i
Im Automobilbereich entlockt das Stichwort "Connectivity" kaum mehr als ein müdes Lächeln. Bei den motorisierten Zweirädern ist nun Kymco mit dem neuen AK 550i am Start, …
Vernetzt in die Zukunft: Erfahrungen mit dem Kymco AK 550i
Rasern droht künftig Auto-Beschlagnahmung und Gefängnis
Mit Tempo 150 durch die Stadt und dann nur einen Monat Fahrverbot? Das wird sich ändern: Teilnehmer an illegalen Autorennen riskieren künftig bis zu zwei Jahre Knast.
Rasern droht künftig Auto-Beschlagnahmung und Gefängnis

Kommentare