Krank am Steuer: Verkühlt, vergrippt, verunglückt

- Herbstzeit ist häufig auch Grippezeit und viele Autofahrer greifen schnell in den Medikamentenschrank, um unliebsame Symptome zu bekämpfen. Nach einer Information des ADAC ist dabei aber äußerste Vorsicht geboten. Viele dieser Grippemittel können die geistige Leistungsfähigkeit und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen und damit das Unfallrisiko erhöhen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob ein Medikament verschreibungspflichtig oder frei erhältlich ist.

<P>"Keine Arznei hat nur die gewünschte Wirkung, sondern immer auch eine Nebenwirkung", erklärt Dr. Raymund Lösch, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Reise und Touristik-Medizin. Er empfiehlt erkrankten Autofahrern, aufmerksam den Beipackzettel ihres Medikaments zu lesen, bevor sie sich hinter das Steuer setzen. </P><P>So enthalten einige Erkältungsmittel Wirkstoffe, die je nach Dosierung und körperlicher Verfassung den Patienten sehr müde machen können. Häufig sind ein deutlich vermindertes Reaktionsvermögen und nachlassende Konzentrationsfähigkeit zu beobachten. "Wie stark Medikamente die Aufmerksamkeit einschränken, hängt aber immer vom Einzelnen ab. Da reagiert jeder sehr unterschiedlich", erläutert Lösch. </P><P>Kein ernstzunehmendes Problem stellt nach Ansicht des Mediziners der in einigen Mitteln enthaltene Alkohol dar. "Die angegebene Dosierung ist meist so gering, dass die Fahrtüchtigkeit darunter nicht leidet", so Lösch. Da neben Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen häufig auch noch Fieber mit im Spiel ist, empfiehlt der ADAC den Erkältungs- oder Grippekranken nach Möglichkeit auf eine Autofahrt zu verzichten. Der Grund: Auch ohne die Einnahme eines Medikaments ist ein Patient in der Wahrnehmung reduziert und somit nur eingeschränkt fahrtüchtig.</P><P>- zurück</P>

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