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Wie viel Roller steckt im Kymco X-Town?

Maxiscooter

Kymco X-Town: Großes Schiff zum kleinen Preis

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In der beliebten 300-ccm-Klasse steht mit dem Kymco X-Town 300i jetzt ein neuer Maxiscooter mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bereit. Wir haben ihn gefahren.

Nicht jeder kann oder will sich einen Roller mit Superlativen leisten. Wer möglichst viel Zweirad für sein Geld haben will, schaut sinnvollerweise in den Katalog von Kymco, und dort besonders auf den neuen X-Town 300i. Mit 4.299 Euro steht der Maxiscooter im Prospekt und ist damit eines der günstigsten Angebote in dieser Hubraumklasse. Unser Test soll klären, wie viel Scooter es letztlich fürs Geld gibt.

Üppige Ausstattung

Das Cockpit ist üppig ausgestattet und informiert umfassend.

Auf den ersten Blick fehlt dem X-Town nix: Er hat natürlich ABS, dazu einstellbare Bremshebel, ein beleuchtetes Helmfach, Warnblinker, ausklappbare Fußrasten für den Beifahrer, elektrische Wegfahrsperre sowie eine USB-Ladebuchse im Staufach in der Lenkerverkleidung. Das Cockpit ist üppig ausgestattet und informiert umfassend. Der Blick aufs Datenblatt zeigt dann doch gewisse Unterschiede. 24,5 PS leistet der Einzylinder mit 276 ccm Hubraum und Zweiventiltechnik im X-Town.

115 km/h schnell soll der 190 Kilogramm schwere Roller maximal laufen. Die markeninternen Konkurrenten heben sich demgegenüber deutlich ab: Der People GT 300i hat 29 PS und kostet 4.899 Euro, der New Downtown 350i mit 29 PS kostet 5.299 Euro und der 36 PS starke Xciting 400i kostet 5.999 Euro. So stimmt das Preisgefüge und der Hersteller vermeidet einen Kannibalisierungseffekt. Diejenigen Kunden, die mehr Geld investieren wollen, bekommen auch entsprechend mehr Roller.

Im Fahrbetrieb

In der Praxis bemerkt man beim X-Town keinen gravierenden Mangel. Er ist kein Beschleunigungswunder, was angesichts der Motorleistung und des Gewichts von 200 Kilogramm auch nicht zu erwarten war. An der Ampel flitzt der Scooter dennoch auf Wunsch flott los. Und außerhalb der Stadtgrenze reicht das Potenzial des Motors allemal, um gut mitzuschwimmen und hin und wieder auch mal einen Überholvorgang wagen zu können. Selbst ein paar Autobahnkilometer sind dank des langen Radstandes von 1545 mm problemlos  machbar, bekanntlich läuft Lange. Mit genug Anlauf klettert die Tachonadel sogar auf knapp 130 km/h.

Die Unterschiede

Für Touren ist er trotz angenehm laufruhigem Antrieb aber nicht das optimale Gefährt (das will der X-Town aber auch gar nicht sein) – und offenbart hier am deutlichsten die Unterschiede zu den Markenkollegen. Denn die Sitzposition ist für einen 1,80 Meter großen Fahrer wegen der eher gebückten Haltung auf Dauer etwas unbequem.

Redakteur Volker Pfau mit dem X-Twon-Roller von Kymco. Fazit für ihn: Weniger Statussymbol, dafür viel Roller für wenig Geld.  

Die Sitzbank ist sehr weich, die Federung dagegen eher hart. Das sorgt bisweilen für eine indifferente Rückmeldung von der Fahrbahn. Der X-Town benötigt in Kurveneine klare Ansage vom Fahrer, dann zieht er auf sauberer Linie ums Eck. Berücksichtigt man dies und passt die Fahrweise an, fährt es sich angenehm stressfrei.

Positives

Lob gibt es für die gut , aber nicht aggressiv zupackenden Bremsen, für die vibrationsfreien Spiegel (deren Ausleger aber gerne etwas länger sein dürften) sowie für das kinderleichte Aufbocken auf den Hauptständer. Das Licht in der üppigen Verkleidung leuchtet bestens. Als Verbrauch ermittelten wir 4,2 Liter auf 100 Kilometer, dank 13-Liter-Tank sind also theoretisch Etappen von rund 300 Kilometern möglich.

Fazit

Der Kymco X-Town 300i ist also ein Gefährt für diejenigen, die viel Roller fürs Geld haben wollen und weniger Wert auf Statussymbole legen.

Von Volker Pfau

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Technische Daten 

Motor: flüssigkeitsgekühlter Einzylinder mit 276 ccm Hubraum

Leistung: 24,5 PS (18 kW) bei 7250 U/min

Drehmoment: 25 Nm bei 6250 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 115 km/h

Radstand: 1545 mm

Sitzhöhe: 810 mm

Gewicht (vollgetankt): 200 kg

Tankinhalt: 13 Liter

Testverbrauch: 4,2 Liter

Preis: 4.299 Euro

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