Lademeister mit Pfiff

München - Für Audi ist es das wichtigste Modell überhaupt. Denn der A4 Kombi verkauft sich traditionsgemäß weitaus am besten aus der Ingolstädter Angebotspalette und bringt das meiste Geld ins Haus. Und auch in der Neuauflage des Mittelklasse-Modells sollen zwei von drei Autos in Deutschland als Kombi ausgeliefert werden.

Ab Ende des Monats steht der Lademeister wieder als Avant zu Preisen ab 30 600 Euro beim Händler. Zum Start sind zunächst fünf Otto- und Dieselmotoren erhältlich, fünf weitere Triebwerke folgen bis Jahresende. Dann ist ein Leistungsspektrum von 120 bis 265 PS abgedeckt.

Genau wie die im Dezember auf den Markt gekommene Limousine ist auch der Kombi mit dem neu angeordneten Antriebsstrang ausgerüstet, bei dem die Vorderachse dank veränderter Position des Differenzials rund 15 Zentimeter weiter nach vorn gerückt ist. Der vordere Überhang ist dadurch deutlich geschrumpft, was den Kombi eleganter und sportlicher wirken lässt als seinen Vorgänger. Die jetzt serienmäßige Dachreling lässt das gegenüber dem Vorgänger um rund zwölf Zentimeter längere Auto coupéhafter wirken, auch die recht schräg stehende Heckscheibe sorgt für Dynamik.

An der Front prangen die aus der Limousine bekannten elegant und aufwändig inszenierten Scheinwerfer, im Profil findet sich die "Tornado- Linie", eine leichte Kante, die sich seitlich von der Front bis zum Heck hinzieht und die alle künftigen Audi-Modelle kennzeichnen soll.

Neben Verbesserungen beim Design sorgt der verlängerte Radstand auch für einen bessere Achslastverteilung, wodurch das Fahrverhalten spürbar agiler wird. Trotzdem bietet der Avant alles, was ein Kombi braucht, zum Beispiel Stauraum zwischen 490 Liter und 1430 Liter und durchdachte Lösungen im Gepäckabteil. Dazu zählen der Ladeboden zum Wenden für den Transport schmutziger oder nasser Güter, Verzurrösen, zwei Taschenhaken oder das serienmäßige Trennnetz. Clever gemacht ist auch das Abdeckrollo, das mit der sich öffnenden Heckklappe hochfährt. Alle Motoren sind Direkteinspritzer, wodurch der Verbrauch um durchschnittlich zehn Prozent gegenüber den Vorgängertriebwerken sinkt. Der kultivierte und kräftige 2,0-l-Einstiegsdiesel mit 143 PS passt gut zum Charakter des Kombimodells.

Der Komfort des Vierzylindertriebwerks resultiert aus dem Einsatz der für Audi relativ neuen Common-Rail-Technik anstelle der bisherigen lauten und etwas ruppigen Pumpe-Düse-Einspritzung. Sein maximales Drehmoment von stolzen 320 Nm liegt bereit bei 1750 U/min an. Der Fronttriebler absolviert den Standardsprint in 9,4 sek. und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Auf Dieselseite ist außerdem ein 3,0-l-Motor mit 240 PS zu haben. In der zweiten Jahreshälfte folgen eine 120 PS und eine 170 PS starke Version des 2,0-l-Motors sowie ein ein 2,7-l-Triebwerk mit 190 PS. Den Einstiegsbenziner stellt der 1,8-l-Turbo mit 160 PS. Alternativ ist ein 3,2-l-V6 mit 265 PS zu haben. Im Sommer folgen zwei Versionen des 2,0-l-Turbo-Benziners mit 180 bzw. 211 PS. Ende des Jahres folgt noch ein neuer Einstiegsmotor mit 1,8 Liter Hubraum und 120 PS.

Zu den technischen Leckerbissen des als Fronttriebler und Allrader lieferbaren A4 Avant gehören auf Wunsch der Parkassistent und der Spurhalteassistent. Unter den Ausstattungs- Optionen finden sich einige Neuerungen. Die elektrische Lenkunterstützung passt die Übersetzung dynamisch an die jeweilige Fahrsituation an, so dass diese bei der Kurvenfahrt und beim Rangieren direkter wird. Kombiniert ist sie mit dem neuen "Drive Select System", mit dem der Fahrer unter anderem die Gasannahme und Dämpferregelung seines Fahrzeugs selbst einstellen kann. Zusammen ergibt das ein fast perfektes Fahrverhalten, das kaum mehr zu toppen scheint. Zudem kann man in den Mittelklässler auf Wunsch auch die aus der Oberklasselimousine A8 bekannten Spurhalte-Assistenten und "Totwinkel"-Warner ordern.

So gerüstet spricht auch in der neuen Generation vieles für die Kombiversion des Mittelklässlers. Er bietet viel Platz, dynamisches Fahrverhalten und gefällige Optik. Da der Aufpreis gegenüber der Limousine zudem nur rund 2000 Euro beträgt, kann Audi auch beim neuen A4 Avant sorgenlos in die Zukunft schauen.

osw.

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