Lancia will zurück nach oben

- Zum 100-jährigen Jubiläum geht Lancia mit ehrgeizigen Wachstumsplänen schwanger. Bis zum Jahr 2010 will die Fiat-Tochter den Jahresabsatz mehr als verdoppeln und auch das frühere Erfolgsmodell Delta aus den 70er Jahren wiederbeleben.

Die wie kein anderer Hersteller für italienisch eEleganz und Lebensstilstehende Marke ist außerhalb der Heimatgrenzen derzeit praktisch nicht existent. Von den jährlich verkauften 127 000 Autos entfallen 80 Pro-zent oder etwa 100 000 Einheiten auf den italienischen Markt. Bis2010 sollder Absatz auf 300 000 Fahrzeuge pro Jahr steigen und sich zu gleichen Teilen auf den Heimatmarkt und das Ausland verteilen.

Der Sprung von 100 000 auf 150 000 Einheiten in Italien ist Lancia dabei durchaus zuzutrauen. Für die anvisierte Versechsfachung des Auslandsvolumen von derzeit rund 250 000 Stück auf ebenfalls 150 000 Stück muss die Marke allerdings noch einen weiten Weg zurücklegen. Helfen dabei soll unter anderem die Wiederbesetzung des englischen Marktes und die Verkaufseinführung in Japan.

Erstes Produkt der Modelloffensive ist als fünfte Modellreihe der neue Lancia Delta, der als Delta HPE zurzeit in einer Concept Car-Version in Venedig gezeigt wird, aber schon recht nah an der späteren Serienversion sein dürfte. Der Delta ist eine Limousine mit vier Türen und Heckklappe, 4,50 m lang und mit einem Radstand von 2,70 m.

Die hohe Gürtellinie mit schmalen seitlichen Fenstern und die coupéhaft abfallende Dachlinie sorgen für eine neue Sportlichkeit bei Lancia, die deutlich in Richtung der Schwestermarke Alfa Romeo geht. Anders als Alfa bietet Lancia beim Delta jedoch ein recht großzügiges Raumangebot auch auf den Rücksitzen.

Der Delta wird im zweiten Quartal 2008 auf den Markt kommen und soll jährlich rund 60 000 Mal verkauft werden, etwa 50 Prozent des Volumens davon außerhalb Italiens. Er basiert auf der Plattform des Fiat-Kompaktwagens Bravo, der den Stilo ablöst und im nächsten Jahr auf den Markt kommen wird.

Für kurzfristige Belebung der Lancia-Verkäufe soll zudem die gerade vorgenommene Überarbeitung des Ypsilon sorgen, auf den aktuell immerhin 65 Prozent aller Lancia-Verkäufe entfallen und aus dessen Abhängigkeit man sich in den kommenden Jahren schrittweise befreien will.

Der Dreitürer wendet sich in der Kleinwagenklasse an Kunden, die ein besonderes Design und italienisches Flair wünschen. Nach dem Facelift wird es vier Ausstattungslinien geben, die sich an definierte Kundenkreise wenden. Hinzu kommen neue Farben und neue Motoren, darunter auch zwei Diesel.

Mit dem neuen Einstiegsmodell "Argento" wendet sich Lancia zudem an junge Kunden, die sich den Premium-Kleinwagen bisher nicht leisten konnten. Der Ypsilon Argento wird zunächst in Italienab10700 Eu- ro angeboten. OSW. Neuer Delta und Facelift beim Ypsilon: Sportliches Design mit großem Rauman- gebot Facelift beim Lancia Ypsilon,hauptsächlich gemacht für die Fans des italienischen Flairs Die Delta-Studie ist laut Lancia der Serienversion schon sehr ähnlich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

200 Euro und Fahrverbot: Handy-Verbot am Steuer wird verschärft
Abschreckendere Strafen für Autofahrer: Das Handy am Steuer kostet künftig bis zu 200 Euro plus Fahrverbot. Und es kommt noch mehr:
200 Euro und Fahrverbot: Handy-Verbot am Steuer wird verschärft
Rasern drohen künftig deutlich härtere Strafen
Manche Autofahrer mögen es sehr schnell und veranstalten illegale Rennen. Ein neues Gesetz soll solche Temposünder das Fürchten lernen. Denn es drohen nicht nur …
Rasern drohen künftig deutlich härtere Strafen
Vernetzt in die Zukunft: Erfahrungen mit dem Kymco AK 550i
Im Automobilbereich entlockt das Stichwort "Connectivity" kaum mehr als ein müdes Lächeln. Bei den motorisierten Zweirädern ist nun Kymco mit dem neuen AK 550i am Start, …
Vernetzt in die Zukunft: Erfahrungen mit dem Kymco AK 550i
Rasern droht künftig Auto-Beschlagnahmung und Gefängnis
Mit Tempo 150 durch die Stadt und dann nur einen Monat Fahrverbot? Das wird sich ändern: Teilnehmer an illegalen Autorennen riskieren künftig bis zu zwei Jahre Knast.
Rasern droht künftig Auto-Beschlagnahmung und Gefängnis

Kommentare