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Schnauze, hier kommt ein Mustang: Machtvoll steht der Sportwagen auf der Straße.

Wilder Hengst

Die Legende lebt: Kultobjekt Mustang

Legenden leben von ihren Geschichten. So wie diese hier: 1964, irgendwo in Texas beim lokalen Fordhändler. Hier steht er, der erste Mustang überhaupt...

Glänzend, funkelnd, verführerisch! Ein Texaner stellt sofort einen Scheck aus. Dummerweise kann dessen Liquidität erst am nächsten Tag überprüft werden und der Ford-Händler rückt das Fahrzeug so lange nicht heraus. Texaner sind stur. Also übernachtet der Käufer kurzerhand im Mustang, glücklich fährt er am nächsten Tag nach Hause.

Die beeindruckende Heckpartie des Mustang.

Die Europäer mussten noch ein bisschen länger warten: Exakt 51 Jahre hat es gedauert, bis Ford den Mustang hierzulande ganz offiziell in sein Fahrzeugprogramm aufgenommen hat. Erfolgreich übrigens, denn 1800 Käufer gibt es für das Fahrzeug bereits, 1800 Deutsche, die den Sportwagen, ohne ihn gefahren zu haben, schon bestellt haben. Fans, Freunde des gepflegten amerikanischen Muscle Cars. Denn so lässt sich der neue Mustang vielleicht charakterisieren. Er ist kein Monster-Auto, mit dem die Bordellaufsicht herumfährt, er ist ein kultiviertes Muskelpaket auf vier Rädern. Entweder ganz gepflegt mit einem Vierzylinder-Ecoboost-Trieb-werk (317 PS, von 0 auf 100 in 5,9 Sekunden, acht Liter Normverbrauch) oder, was die Mehrheit der Käufer bevorzugt: mit einem so schön amerikanisch brabbelnden und sägenden Achtzylinder (421 PS, 0 auf 100 in 4,9 Sekunden, 13,5 Liter).

Fahrgefühl made in USA

Zwar kann man den Mustang auch gut durch die Kurven hetzen, dafür muss man aber schon das Lenkrad fest mit beiden Händen halten. Noch wohler fühlt man sich jedoch beim flotten Cruisen, wenn die mächtige Motorhaube mit den beiden wuchtigen Metallfalten durch die Gegend pflügt. Beim Design muss man sagen: Der neue Mustang ist wirklich ein großer Wurf. Auch innen: Waren die Amis früher bei der Innenausstattung eher schlampig, so ist dieser Ford auch da ein optischer Leckerbissen. Cool ist die flache Cockpitoptik mit den Chrom-Kippschaltern, die unter anderem für die Fahrprogramme zuständig sind.

Kleiner Tipp am Rande: Bei Regen immer die Wintereinstellung wählen, sonst ist dieser Mustang bockig wie ein Esel und keilt gerne in den Kurven aus. Cool ist letztendlich auch der Preis. Das kleine Coupé (Fastback) kostet ab 35 000 Euro (Cabrio 40 000), der Achtzylinder GT ist ab 40 000 Euro (Cabrio: 44 000) zu haben. Damit hat der Mustang das beste Preis-Leistungsverhältnis (auch bei den PS) seiner Klasse. Und ist vom Start weg mindestens so kultig wie sein Urahn anno 1964 in Texas. Mit dem einzigen Unterschied, dass man in diesem neuen Mustang mit Sicherheit besser übernachten kann.

RDF

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