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Lexus IS 300h: Der Öko-Sportler ist an seinem Diabolo-Grill erkennbar.

Flacher, gezogener, schnittiger

Lexus IS 300h: Kann Hybrid auch sportlich?

Parole „Fahrspaß“! Das hat Toyotas Oberboss Akio Toyoda als neue Leitlinie des japanischen Autogiganten ausgegeben! Seine Ingenieure geben seit 2011 ihr Bestes, um das Spaßplus in die Modelle der Marke „hinein zukonstruieren“:

Schwerpunkt immer niedriger, Motoren, Getriebe, „Hüftpunkt“ weiter nach hinten. Alles flacher, gezogener, schnittiger – für mehr Fahrfreude und bessere Aerodynamik. Dazu feine Technik, erlesene Assitenzsysteme und etliche optischen Kniffe wie der wuchtige doppel­trapezförmige Diabolo-Grill oder riesige Lufteinlässe – fertig ist das Spaßrezept! Gelungenes Beispiel der neuen Linie ist der Lexus IS, mit dem die Premiummarke auch hierzulande absatzmäßig punkten könnte. Denn der Nobelhobel hat auch im Mittelklassesegment gegen Modelle der Münchner, Stuttgarter und Ingolstädter was zu bieten.

Bei ersten Testfahrten rund um Westerwald und Limes zeigte der neue IS 300h in der Variante FSport, dass auch ein Vollhybrid (Lexus hat jetzt als einziger Hersteller in jeder Modellreihe einen im Programm) Fahrfreude bringen kann. Die dritte Generation der heckgetriebenen Limousine mit stufenlosem

Knackige Ansicht von hinten.

CVT-Planetengetriebe wartet mit enormer Karosseriesteife und einer neu entwickelten Hinterachse auf, was der Lenkbarkeit zugute kommt. Auf Knopfdruck sind unterschiedliche Fahrmodi abrufbar: Eco, Normal, SportS und SportS+. Freude machte hier besonders das neue adaptiv-variable Sportfahrwerk AVS, das mit straffer Feinabstimmung für exzellente Kurventraktion sorgte. Der Vollhybridantrieb des neuen IS 300h kommt mit einem kräftigen E-Motor kombiniert mit einem neuen 2,5-Liter-Vierzylinder-Atkinson-Benziner daher, der dank Saugrohr-Direkteinspritzung, variabler Ventilsteuerung und Abgasrückführung effizient arbeitet. Insgesamt ergibt sich eine Gesamtleistung von 223 PS. Laut Werk begnügt sich der IS – konsequente „Eco“-Fahrweise einmal vorausgesetzt – mit 4,3 bis 4,7 Liter Super auf 100 Kilometern und erreicht mit 99 g/km die geringste CO2-Emission seiner Klasse. In nur 8,3 Sekunden sprintet der IS 300h von null auf 100 km/h, in der Spitze erreicht er dann 200 km/h. Drinnen bietet das um den Fahrersitz herumgezogene Cockpit feinste Sportlichkeit: perforiertes Lederlenkrad, exklusive Sportsitze mit enormem Seitenhalt, Aluminiumpedale und -Verkleidungen. Dicker Wermutstropfen allerdings: Das Hebelwirrwarr rund ums Lenkrad macht die Bedienung erst nach eingehendem Studium der Bedienungsanleitung möglich …

Ganz zur Freude der Passagiere dagegen ist der neue IS um 80 Millimeter länger als sein Vorgänger (jetzt 4,67 Meter; auch der Radstand ist um 70 Millimeter gewachsen). Das ergibt volle 85 Millimeter mehr Beinfreiheit hinten. Die Rücksitzbank ist jetzt im Verhältnis 60 zu 40 umklappbar, die Nickel-Metallhybrid-Batterie ist unterhalb des Kofferraums verbaut, was durchaus brauchbare 450 Liter Gepäckvolumen ausmacht.

Wer mit dem Lexus IS 300h in der FSport-Ausstattung seinen Spaß haben will, dem fehlt nur noch die lustige Kleinigkeit von 45 900 Euro.

Detroit 2013: Der neue Lexus IS

Der neue Lexus IS

Oliver Menner

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