Luxus wie ein Großer

- Der Abstand zum großen Astra-Bruder wird deutlich kleiner: Am 7. Oktober geht die vierte Generation des Opel Corsa bei uns an den Start - mit Preisen ab knapp 11 000 Euro. Der auf knapp vier Meter Länge gewachsene Kleine wird zunächst mit wahlweise fünf Motoren - zwei Diesel und drei Benziner - sowie in vier Ausstattungsvarianten angeboten.

Rund zwei Monate später folgt mit einem 1,7-l-Diesel mit 125 PS die vorläufige Topmotorisierung. Der Aufpreis für die fünftürige Variante beträgt in allen Versionen 685 Euro. Wie bei neuen Modellen inzwischen üblich, lobt Opel auch diesmal wieder einen Frühbucher-Rabatt in Höhe von etwa 1000 Euro aus, der schnell entschlossenen Käufern in Form von Zusatzausstattungen zugute kommt. Der Corsa ist mit 9,4 Millionen verkauften Einheiten seit 1982 zwar ein Bestseller, ein Aufreger war er aber nie.

Gerade bei älteren Autofahrern kam er stets besonders gut an. Jetzt aber wollen die Rüsselsheimer das Image deutlich verjüngen. Entsprechend progressiv soll deshalb die Werbung ausfallen. Das Design des Corsa ist rundweg gelungen. Die geschlitzten Scheinwerfer erinnern an die Astra-Front, die hintere Dachlinie und Seitenscheiben kennt man in ähnlicher Form vom Astra GTC. Innen überzeugt der Kleinwagen mit erstklassiger Verarbeitung und hochwertig wirkenden Materialien bis hin zum Klavierlack in einigen Versionen. Während die dreitürige Version mit hinten abfallender Dachsäule deutlich sportlicher ausgelegt ist, will die fünftürige Variante vor allem junge Familien ansprechen.

Wenn jedoch vorne größere Menschen Platz nehmen, wird es hinten auf langen Strecken doch etwas eng. Servolenkung, elektrische Spiegelverstellung und Zentralverriegelung gehören zur Basisausstattung. Weniger konsequent zeigt sich Opel in Sachen Sicherheit. Beim Basismodell Corsa fehlen Kopfairbags und aktive Kopfstützen. Und ESP kostet in allen Versionen außer beim Top-Diesel 350 Euro Aufpreis. Fahrwerk und Lenkung genügen höchsten Ansprüchen. Der von uns gefahrene 1,4-l-Benziner mit 90 PS war aber nicht so spritzig wie erwartet. Trotz einer relativ langen Denkpause bei niedrigen Drehzahlen steht so der 1,7-l-Diesel noch am ehesten für Fahrspaß.

Gespannt sein darf man auf das im nächsten Frühjahr kommende 1,6-l-OPC-Modell mit über 190 PS; diese Version wird das Fahrwerk des Corsa wohl erstmals wirklich fordern. Opel kombiniert die Antriebsaggregate mit insgesamt vier Ausstattungslinien. Über der Basis-Version ist die Variante "Edition" angesiedelt. Während der "Sport" dynamisch orientierte Fahrer ansprechen soll, steht "Cosmo" für Luxus in der Kleinwagenklasse. Zu den gegen Aufpreis erhältlichen Highlights gehört "Flex- Fix" für 490 Euro Aufpreis, ein neuartiges integriertes Halterungssystem für Bikes, das sich bei Bedarf schnell aus dem hinteren Stoßfänger zaubern lässt und ohne zusätzliche An- oder Umbauten auskommt.

Vom Erfolg des Corsa ist die Zukunft von Opel zu großen Teilen abhängig. Denn nach dem Astra ist es das zweitstärkste Volumenmodell. Im nächsten Jahr will man in Europa rund 375 000 Einheiten von dem Luxus-Zwerg verkaufen.

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