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Außen hui … Der Haimaul-Kühler mit Dreizack wirkt unersättlich, die gesamte Karosserie sorgt für italienische Momente.

Teuflisch gut?

Maserati Ghibli: Kräftig, zackig, cool

Autofahren, aber teuflisch gut? Gelingt das mit einem Maserati, der den Dreizack ja im Firmenzeichen trägt? Eine Ausfahrt mit dem Ghibli, der im vergangenen September als Facelift neu aufgelegt wurde.

Während das i bei BMW für das neue (elektrische) Zeitalter steht, ist das i bei den italienischen Autobauern immer mit höchster Emotion verbunden – Lamborghini, Ferrari, Maserati. 

Während Ersterer konzernbedingt deutsche Gene trägt, gehören Ferrari und Maserati mittlerweile zum italo-amerikanischen Mischkonzern FCA (Fiat Chrysler Automotive) und denken daher familiärer. Kein Wunder, dass das Herz des Maserati aus Maranello kommt, dort, wo man schon mal wusste, wie man Formel-1-Weltmeister wird.

Meisterlich ist auch der Motor

Ein V6 Biturbo mit 410 PS und einem Drehmoment von 550 Nm. Er schafft in der Spitze knapp 300 Stundenkilometer, säuft dafür zwar wie ein Stier (unter 12 Liter geht nichts und das CO2 liegt auch deutlich über der 200er-Marke), macht aber in der Begleitung einer gutturalen und basslastigen Auspuffanlage richtig Spaß, weil kaum einer vermutet, dass in so einer Limousine so viel Kraft steckt. Und so viel Gefühl. Das Ganze in zackigen fünf Sekunden von null auf 100 km/h.

Apropos Limousine

Während man im legendären Biturbo noch eine Schuhlöffel brauchte, um die Passagiere im Fond unterzubringen, hat der Ghibli mittlerweile die Ausmaße eines ausgewachsenen 5er BMWs und tritt auch in dieser Klasse an, wenn auch Technik und Preis nicht ganz mithalten können. Während es bei Ersterem mehr und Besseres aus dem Hause „Bayerische Motorenwerke“ gibt, liegt der Preis für den Diesel (ja, auch den gibt es mittlerweile bei Maserati) mit rund 65.000 Euro und den von uns getesteten Benziner mit Grundpreis 75.000 Euro eher am oberen Ende der Messlatte.

Maserati Ghilbi: Dem Inneren hätte man mehr Esprit gewünscht...

Was die früher oft geschmähte Verarbeitung angeht, so hat Maserati zwar schon schwer aufgeholt, aber das Innere leidet jetzt unter einer gewissen Einfallslosigkeit. Ganz schlimm ist der verwendetet Kunststoff, fast noch hässlicher als das Standard-Plastik bei BMW. Solide, aber ohne die großen italienischen Emozioni. Die gibt es beim Design der Karosserie schon eher. Das ist schon ziemlich cool, der Kühler als offener Haimund wirkt unersättlich, die strammen Schultern ausdrucksstark und auch in der Seitenlinie fühlt man sich an große italienische Momente erinnert. 

LBL

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