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Für Individualisten mit gut gefülltem Bankkonto: Der Maserati Levante ist ein Muskelprotz im exakt sitzenden Designeranzug.

SUV mit Stil

Maserati Levante: Fürs italienische Flair

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Italiener, so heißt es oft, sind temperamentvoll, laut, manchmal kleine Machos und dabei stets stilvoll gekleidet. Wie viel Klischee steckt wohl im Maserati Levante?

Beginnen wir mit dem Stil: Der erste SUV der Marke, die eigentlich für edle Sportwagen steht, misst stolze fünf Meter in der Länge, bringt es auf zwei Meter Breite und wiegt 2,2 Tonnen. Ein dickes Ding also, der etwa Porsche Cayenne und Audi A7 Terrain abtrotzen will – allerdings rassig verpackt. Dass die Formen an den Ghibli erinnern, ist kein Zufall, der Levante orientiert sich an dessen Linien und bedient sich auch bei der Technik. Vorn ziert der Dreizack die beeindruckende Front, hinten fällt die Dachlinie ästhetisch herab und formt ein gelungenes SUV-Coupé.

So edel ist der Maserati Levante

Innen geht es stilvoll weiter: Komfortable Sitze, edle Materialien, exakte Nähte und immer wieder der eingestickte Dreizack – die Liebe der Italiener fürs Detail ist überall spürbar. Auffällig ist das gute Platzangebot – auch auf den hinteren Plätzen, denn hier könnte man Einschränkungen in Sachen Kopffreiheit durch das abfallende Dach vermuten. Die gibt es dafür bei der Sicht nach hinten, die praktisch kaum vorhanden ist. Das Kofferraumvolumen ist leider eher enttäuschend. 580 Liter sind mittelmäßig, mit umgeklappten Rücksitzen kommt man auf 1600 Liter. Zum Vergleich: Der Audi Q7 schluckt 775 bis 2035 Liter. Lob gibt es für die Anhängerkupplung, mit der sich 2,7 Tonnen wegschleppen lassen. Eine gewisse Geländegängigkeit ist wohl auch gegeben – das Fahrwerk lässt sich in der Höhe verstellen.

Wow-Momente beim Levante

Volumenmotor ist der seit Juli erhältliche Dreiliter-V6-Diesel, der 275 PS leistet und sein maximales Drehmoment von 600 Nm bereits bei 2000 U/min entfaltet. Damit ist man gut unterwegs, dennoch bleibt der Zug von unten heraus aus, kurzum, das „Wow“-Moment will sich partout nicht einstellen. Dafür lässt es sich schön um die Kurven zirkeln und dabei vergessen, dass man in einem SUV sitzt. 7,2 Liter gibt Maserati als Normverbrauch an, hier darf man locker noch zwei Liter draufschlagen. Das italienische Temperament ist dafür beim Dreiliter-V6-Benziner mit seinen 430 PS gegeben. Der macht Spaß, beschleunigt in 5,2 Sekunden und röhrt dabei durch einen Klappenauspuff leidenschaftlich und laut (Normverbrauch: 10,9 Liter).

Was kann der Levante noch? Luftfederung, elektronische Verstelldämpfer Allrad mit Torque Vectoring, Achtgangautomatik und vier Fahrprogramme sind Serie. Punktabzug gibt es für das übersichtliche Angebot an Assistenten.

Den Diesel-Levante gibt es zu Preisen ab 70 500 Euro, den Levante S ab 88 000 Euro. 

K.B.

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