Maserati Quattroporte S Q4 im Schnee.
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Maserati Quattroporte S Q4 im Schnee.

Luxuslimousine

Schneekönigin! Maserati Quattroporte S Q4

Schneebedeckte und rutschige Pisten - beim Härtetest in den Alpen wird auch Luxuslimousinen wie der Maserati Quattroporte S Q4  nichts geschenkt.

Als souveräner Bergsteiger selbst auf schneebedeckten und rutschigen Pisten hat sich bei einem Härtetest in den Alpen die mit Allradantrieb ausgestattete Limousine Maserati Quattroporte S Q4 erwiesen. Das Modell ist seit Herbst vergangenen Jahres bestellbar und erreicht jetzt die Kunden. In einer der schneesichersten Orten Italiens, dem alpinen Cervinia am Matterhorn, haben wir der sportiven Luxuslimousine auf den Zahn gefühlt. Und sie hat sich wie auch ihrkleiner Bruder Ghibli S Q4 bewährt.

Die gediegen ausstaffierte Fahrgastzelle des Quattroporte mit feinstem Leder und edlem dunklen Holz sowie dem üppigen Platzangebot macht den Eindruck eines eleganten Gleiters für die Ebene. Doch die Limousinen-Anmutung trügt: Der Fahrer sitzt in einem Sportwagen, der über beachtliche Beschleunigungswerte hinaus in engen Serpentinen die Wendigkeit eines kleinen Flitzers unter Beweis stellt. Noch faszinierender ist das Handling des Q4 dort, wo es richtig glatt ist.

Der Fahrer hat bei dem Automatik-Fahrzeug mehrere Optionen, das Verhalten des Fahrzeugs zu programmieren. Neben den Federungs-Alternativen "komfortabel" und "straff" kann er sich auch zwischen vier Intensitäten von Eingriffen durch die Stabilisierungs-Elektronik entscheiden. Auf Nummer sicher geht er mit Betätigung des Tippschalters "I.C.E." (Increased Control and Efficiency) für maximale Kontrolle auf rutschigen Straßen. Wer keine Wahl trifft, fährt im immer noch sehr kontrollierten Modus "normal".

Mit Druck auf die Taste "Sport" lässt die Elektronik den Maserati an der längeren Leine. Der Motor bekommt auch plötzlich einen brünstigeren Sound und die Fahrwerksabstimmung ist mehr für trockenen Untergrund geeignet. Doch selbst im Sport-Modus packt der Quattroporte – ebenso wie der Ghibli – noch ziemlich glatte Steigungen. Sogar wenn der sportlich orientierte Fahrer die Elektronik ganz außer Kraft setzt, kommt der Wagen die rutschige Piste hinauf. In engen Kurven bewegt er sich dann allerdings im wintersportlichen Powerslide, was nur auf einer ausgewiesenen Teststrecke Spaß machen dürfte. Im Modus "I.C.E." dagegen hat man selbst unter widrigen Bedingungen fast den Eindruck, auf einer trockenen Straße unterwegs zu sein.

Maserati hat bei der Entwicklung seiner Allrad-Technik besonders viel Wert auf Kompaktheit, Effizienz, Handling und Leichtbau gelegt. Im Bedarfsfall lenkt das System in lediglich 150 Millisekunden das volle Drehmoment von den Hinterrädern auf alle Räder um, erklärte Paolo Dellachà, Sprecher der Entwicklungsabteilung. Eine intelligente Steuerlogik sorge dafür, dass in allen Situationen die Motorkraft automatisch und bedarfsgerecht verteilt wird und das Fahrzeug somit maximale Traktion und Stabilität erhält. Im Zusammenspiel mit dem Maserati Stability Programm (MSP) sorgt das Allradsystem für Performance, Komfort und Sicherheit, und das freilich nicht nur auf rutschigem Untergrund. Serienmäßig verfügen alle Quattroporte-Versionen über ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Es soll 35 Prozent Traktion beim Beschleunigen und 45 Prozent Freilauf beim Verzögern gewährleisten.

"Die meisten Kunden haben wir in den USA und China", sagt Dellachà. Und dort sei Allrad-Technik mehr gefragt denn je. Ein Dieselfahrzeug mit Allrad sei derweil bei Maserati zwar noch nicht in der Entwicklung, sagt der Entwickler, doch sei dies durchaus "eine Option für die Zukunft".

Luxus Italiener: Maserati Quattroporte

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mid

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