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Der Warnow-Tunnel in Rostock: Hier gibt es auch schon auf einer deutschen Autobahn einen mautpflichtigen Abschnitt

Gebühren der Länder im Überblick

Maut: So viel zahlen wir im Ausland

München - CSU-Chef Horst Seehofer erntet für seinen Maut-Vorstoß vor allem eines: Unverständnis. Wir haben uns mal in den Nachbarländern umgesehen, wie teuer die Straßenbenutzung dort ist.

CSU-Chef Horst Seehofer erntet bei seinen Koalitionspartnern und dem ADAC Unverständnis für seinen Maut-Vorstoß (tz berichtete). Wir haben uns mal in den Nachbarländern umgesehen, wie teuer die Straßenbenutzung dort ist.

Benelux: Hier wird keine Maut fällig, in Belgien sind die Autobahnen obendrein beleuchtet.

Dänemark: Die Autobahnen sind mautfrei. Bezahlen muss man nur für die Brücken über den Storebælt (33 Euro pro Pkw) und die Øresund- Brücke (47 Euro pro Pkw).

Frankreich: Der Großteil der französischen Autobahnen ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühr (französisch: péage) richtet sich nach gefahrener Strecke, grundsätzlich kann man für 100 Autobahnkilometer etwa 5 Euro Mautgebühren rechnen. Mautfrei sind vor allem die Ringautobahnen um die großen Städte herum.

Griechenland:Die meisten Autobahnen sind gebührenpflichtig.

Großbritannien:Die Autobahnen sind gebührenfrei, bis auf ein Teilstück der M6, zu der es aber eine kostenlose Alternative gibt. London verlangt eine City-Maut von 8 Euro.

Italien: Auf denmeisten Autobahnen wird eine streckenabhängige Gebühr erhoben. Beispiel: Die Strecke Mailand-Turin (144 Kilometer) kostet 6,90 Euro.

In Schweden kostet das Befahren einer Brücke 47 Euro Maut

Kroatien:Auf den meisten Autobahnen fällt eine streckenabhängige Gebühr an. Kosten für eine Fahrt von Zagreb nach Rijeka (160 Kilometer): etwa 8 Euro.

Norwegen: Neue Tunnels, Brücken und Streckenabschnitte werden in Norwegen fast immer über Maut finanziert. Sie sind so lange gebührenpflichtig, bis die Baukosten abbezahlt sind.

Österreich: In Österreich gilt Vignettenpflicht. Ein Zehntagespickerl kostet 8,30 Euro, eine Zweimonatsvignette 24,20 Euro, für ein Jahr sind 80,60 Euro fällig.

Polen: In Polen sind die Autobahnen A 1, A 2 und A4 gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühren ist jeweils streckenabhängig. Eine Fahrt von Kattowitz nach Krakau kostet 1,90 Euro.

Portugal:Die Autobahnen sind überwiegend gebührenpflichtig. Der Aufenthalt zwischen zwei Mautstellen ist auf zwölf Stunden begrenzt.

Schweden: Die Øresund-Brücke, die Schweden mit Dänemark verbindet, kostet 47 Euro. In Stockholm gibt es eine City-Maut, die aber nur schwedische Fahrzeuge zahlen müssen.

Schweiz: Wer über die Autobahnen fahren will, zahlt dafür 33 Euro. Die Vignette gilt ein komplettes Kalenderjahr.

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Slowenien:Wer ein Jahr lang auf slowenischen Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs sein will, zahlt 95 Euro, für einen Monat sind 30 Euro fällig. Für eine Woche muss man 15 Euro hinblättern.

Spanien: Große Teile des Autobahnnetzes sind gebührenpflichtig. Eine Fahrt von La Jonquera an der französischen Grenze bis Barcelona (159 Kilometer) kostet beispielsweise 11,65 Euro.

Tschechien: Auch im östlichen Nachbarland gilt Vignetten-Pflicht. Für 12,50 Euro darf man zehn Tage fahren, für 18 Euro einen Monat und für 60,50 Euro ein ganzes Jahr.

Türkei: Alle Autobahnen sowie die beiden Bosporus-Brücken in Istanbul sind mautpflichtig. Von Istanbul nach Ankara (450 Kilometer) etwa sind 15 Euro fällig.

Ungarn: Vignettenpflicht! 10 Tage kosten 10 Euro, ein Monat 16 Euro und ein ganzes Jahr stolze 143 Euro.

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M. Kniepkamp

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