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Den MPS wird man oft von hinten sehen: Eine kleine Rennsemmel mit 260 PS.

Praktiker mit Turbo-Motor

Probefahrt: Den Mazda3 live erleben!

Da kriegt der Wackeldackel Ohrensausen … Nämlich, wenn er im Mazda 3 MPS sitzt. In einem Auto, das ja in seiner Grundvariante eigentlich für junge Familien und seriöse Praktiker gebaut ist..

...aber als MPS (Mazda Performance Series) den Sportler gibt. Ein Turbo-Motor und eine ganze Reihe Änderungen am Fahrwerk und der Karosserie sollen den Wolf im Mazda-Pelz zum Leben erwecken. Inwieweit das gelingt, ist Auslegungssache. Sicher ist aber: Hier gibt’s viel Leistung fürs Geld. 260 PS für unter 30 000 Euro – das haben nur wenige Hersteller im Angebot. Beim MPS ist die Kraft zurückhaltend verpackt. Die Karosserie unterscheidet sich zwar vom Basismodell (unter anderem durch einen zusätzlichen Lufteinlass vorn und einen Spoiler hinten), insgesamt bleibt das Auto aber unauffällig.

Ungeahnter Schub mit dem MPS

Ähnlich ist es mit dem Motorklang: lauter und kerniger als gewohnt, aber nicht aufdringlich. Einen Ferrari nimmt man schon aus einem Kilometer Entfernung wahr – einen MPS erst, wenn er einen überholt hat… Das, was dieses Auto ausmacht, ist zunächst vor allem der Motor. Wer ihn hochdreht und den Turbo richtig eingreifen lässt, der erlebt Schub, wie man ihn normalerweise mit Mazda nicht in Verbindung bringen würde.

Video: So fährt sich der neue Mazda 3

Gutmütige und sichere Fahrweise

Hochdrehen, Turbo spüren, Spaß haben! Mit dem Mazda3 MPS (Mazda Performance Series).

Allerdings: Dafür braucht’s wirklich ordentlich Drehzahl – und dann hat das Auto seine Müh und Not, die Leistung überhaupt noch auf die Straße zu bringen. Der Frontantrieb weiß da teilweise gar nicht wohin mit der ganzen Kraft: Das zerrt an der Lenkung. Im Normalbetrieb ist dagegen alles harmonisch, da ist die Abstimmung für unser Empfinden gelungen. Der MPS fährt sich gutmütig und sicher, da gibt’s keine giftigen Sportler-Überraschungen. Überzeugt haben uns im Alltag vor allem die starken Bremsen und das gute Licht. Toll sind außerdem die präzise, satte Schaltung und die ebenso bequemen wie zupackenden Sitze. Weniger Spaß hatten wir mit der Heckklappe, die oft erst nach dem dritten Versuch richtig zu war. Und warum das Navi eigentlich mit einem Mini-Bildschirm und einer Menüführung wie bei der Steuererklärung daherkommen muss? Das erschließt sich wahrscheinlich eher den Betriebswirten als den Ingenieuren …

Alles zu Mazda in unserem Special

Mazda3: Die neue Modellgeneration

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Ein bissl Einarbeitungszeit brauchts

Im Innenraum gibt’s (logisch) viel Plastik und jede Menge Schalter, unter anderem auch am Lenkrad. Die ganzen Hebel verlangen vom Fahrer erst mal ein bissl Einarbeitungszeit, aber die wesentlichen Dinge erklären sich von selbst.

A propos selbsterklärend: der Spritverbrauch. Mazda gibt 9,4 Liter auf 100 Kilometer an – wir sind im Test mit zurückhaltender Fahrweise allerdings bei 12,3 gelandet. Super plus, wohl gemerkt.

Uli Heichele

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