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Cooler Auftritt: Der Mazda 6 wurde soeben mit einem Designpreis ausgezeichnet.

Viel Platz und Komfort...

Mazda6 Kombi: Ästhet mit Pepp

Hochgezogene Augenbrauen, aber sonst Stille! Es lässt aufhorchen, wenn es der pubertierenden Tochter das gelegentlich höchst sarkastische Mundwerk verschlägt...

Wenn sie sich dann auch noch wortlos in den Sitz gleiten lässt, in eine Beinahe-Liegeposition begibt, sich sogar bis direkt vor die Schule chauffieren lässt, kommt das einem Gütesiegel gleich: Der Wagen ist cool!

Top Ambiente im Mazda 6 Kombi

Diesen Sinn für Ästhetik teilen auch die Fachleute. Tatsächlich hat der Mazda 6 beim renommierten Marken- und Design­wettbewerb ,,Automotive Brand Contest 2013“ abgeräumt. Eine internationale Jury kürte den japanischen Mittelklässler, der im Frühjahr 2013 auf dem deutschen Markt eingeführt wurde, soeben zum Besten seiner Klasse in den Kategorien Außen- und Innendesign.

Alle Instrumente sind intuitiv bedienbar, findet Autorin Katrin Basaran

Wir jedenfalls fühlen uns im 4,8 Meter langen Kombimodell sofort wohl. Nicht nur, dass alle Instrumente funktional, intuitiv zu bedienen und leicht ablesbar sind. Die hellen Ledersitze – den Gedanken an den Pflegeaufwand schieben wir mal beiseite – sind elektrisch perfekt auf den Fahrer einstellbar. Das Ambiente wirkt hochwertig, es sind ausreichend und vor allem durchdachte Staufächer vorhanden. Passagiere, die hinten reisen, freuen sich über viel Körperfreiheit.

In der Mitte des Mazda 6 thront das TomTom-Navi mit Touchscreen (500 Euro Aufpreis). Natürlich hat das Töchterlein es sofort im Griff und erkennt: Es gibt einen Radarwarner – verwunderlich, das ist in Deutschland eigentlich verboten … Nun, TomTom funktioniert jedenfalls tadellos. Einzig mit der Sprachsteuerung hatten wir so unsere Probleme – so sehr wir uns bemühten, wir wurden einfach nie verstanden.

Das Volumen des Kofferraums lässt sich durch einfachen Knopfdruck von 522 Liter auf 1664 Liter verdreifachen. Zack, und die Rückenlehnen sind umgelegt, die Ladefläche ist völlig eben, die Ladekante ist dabei angenehm niedrig. Der Rückbau funktioniert im Handumdrehen – die Sitze lassen sich mühelos wieder aufrichten und rasten ein.

Große Klappe: 522 Liter schluckt das Heck, erweiterbar auf 1664 Liter

Bei einer Ausfahrt von München an den Schliersee genossen wir die Stärken des 2,2-Liter-Diesel-Modells. Die nackten Fakten: 175 PS mit einem maximalen Drehmoment von 420 Nm bei 2000 U/min. Da geht was! Auf der Autobahn liegt der Wagen auch jenseits der 200 km/h ruhig und wie ein Brett. Da wackelt nichts, die Spur wird treu gehalten und das Sicherheitsgefühl ist auch dank umfangreicher Assistenten wie Toter-Winkel-Warner hoch. Die Bremsen arbeiten zackig und zuverlässig. Im zäh fließenden Verkehr auf der Landstraße kehrt im Mazda völlige Entspannung ein – das Schalten des Sechsganggetriebes funktioniert reibungslos. Die Lenkung ist direkt, Kurven folgt der Japaner wendig und präzise. Im Stadtverkehr kommt das Start-Stopp-System zum Tragen, das beim Diesel sparen helfen soll. Die Herstellerangabe von 4,6 Litern Verbrauch auf 100 km überboten wir mit durchschnittlich 6,2 Litern.

Unser Testwagen kostete mit umfangreicher Sondersausstattung 39.340 Euro.

Fazit

Premium in der Mittelklasse, schön verpackt und mit tollem Raum- und Fahrgefühl. Alltagstauglicher Allrounder, besonders für Familien geeignet.

K. Basaran

Mehr zum Thema:

Paris 2012: Mazda6 Kombi mit viel Sicherheit

Mazda CX-5: Spät, aber rechtzeitig

Mazda6: Sexy und kraftvoll

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