Technisch ausgefeilt

Edelmann unter den Kompaktwagen: Der Mazda3 verbindet frisches Design mit agilem Fahrverhalten

Der Mazda3 avanciert in der Golf-Klasse zur echten Alternative. Der Japaner überzeugt mit edlem Design, hochwertiger Verarbeitung und knackiger Sportlichkeit.

  • Mit einer umfangreichen Ausstattung und sportlicher Abstimmung ist der Mazda3 eine interessante Alternative in der Golf-Klasse
  • Exzellente Verarbeitung und hochwertige Materialien überzeugen im Innenraum 
  • Schon der Einstiegsbenziner verfügt über ein Mildhybrid-System

Leverkusen - Wenn es darum geht, technisch ausgetretene Pfade zu verlassen, ist Mazda ganz vorn mit dabei. Ob die Neuauflage des Wankelmotors, die Umkehrung des Verdichtungsverhältnisses bei Benzin- und Dieselmotoren zugunsten besserer Abgaswerte: Die Ingenieure genießen offenbar relativ große Freizügigkeit, um ungewöhnliche Ideen in die Tat umzusetzen wie den Benzinmotor mit Selbstzündung, der die Prinzipien von Diesel und Benziner unter der Haube der jüngsten Generation des kompakten Mazda3 vereint. 

Mildhybrid mit Startergenerator schiebt den Mazda3 nachdrücklich an 

Schon die Einstiegsmotorisierung bringt zeitgemäße Antriebstechnik mit, etwa ein Mildhybridsystem, dessen Zylinderabschaltung den Durst des Vierzylinders zügeln soll. Im Teillastbetrieb, wenn keine oder nur wenig Motorkraft benötigt wird, werden zwei Zylinder still gelegt. Dann vibriert der frontgetriebene Kompakte fast schon wie ein alter Diesel. Zudem verfügt der Skyactiv M Hybrid über einen riemengetriebenen Startergenerator, der mit einer 24-Volt-Batterie verbunden ist. Der Generator unterstützt den Verbrenner beim Beschleunigen und wandelt Bremsenergie in elektrischen Strom um (Rekuperation), mit dem wiederum die Batterie geladen wird. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometern kommt man ganz gut durch den Alltag. 

Mazda3: Ungemein knackige Heckpartie 

Die aggressive Front, eine gestreckte Motorhaube und die ungemein knackige Heckpartie mit ihren wohlproportionierten Rundungen verhelfen dem viertürigen Japaner zu einem potenten Auftritt. 

Schnittiges Design: Der Mazda3 legt einen sportlichen Auftritt hin

Allerdings hat das gefällige Design des Mazda 3 seine Nachteile: Die Sicht nach hinten wird von schmalen Fensterausschnitten, dem tief heruntergezogenen Dach und den breiten Hecksäulen stark eingeschränkt, ebenso die Kopffreiheit auf den beengten hinteren Sitzen. Schmale Türausschnitte wirken hier beinahe wie Fußangeln. 

Mit seinem gelungenen Design ist der viertürige Japaner auch auf Instagram ein kleiner Star:

Der Kofferraum des Mazda* ist über eine relativ hohe Ladekante zu erreichen und kann nach Umlegen der asymmetrisch geteilten Sitzlehnen erweitert. Seitliche Führungen sorgen dafür, dass dabei kein Gurt-Salat entsteht. Jedoch ist der Kofferraumschnitt im unteren Bereich etwas schmal geraten, und die Heckklappe schwingt nicht allzu weit auf. 

Auch interessant: Der Toyota Auris zeigt auch im Alter kaum Schwächen.

Der Innenraum des Mazda3 wirkt nobel und stylish

Der Innenraum hält, was das edle Außendesign verspricht. Hochwertige Materialien und eine reduzierte Formgebung wirken nobel und stylish. Die Sitze sind ausreichend groß und bequem. Die horizontale Linie des Armaturenbretts wird nur von den Bedientasten der Klimatisierung unterbrochen, deren Defroster-Modus leider zu wenig Puste hat. 

Noble Zurückhaltung: Vorbildliche Bedienelemente in einem sehr aufgeräumten Armaturenbrett


Immerhin schmeißt der Mazda 3 selbsttätig Sitz- und Lenkradheizung an, wenn es draußen zu kalt ist. Zum Fahrer geneigte Anzeigen und eine aufs Wesentliche reduzierte Schalterflut erleichtern die Bedienung. Das Infotainmentsystem wird ausschließlich per Dreh-Drück-Steller an der Mittelkonsole bedient, ist klar gegliedert. Die Rundinstrumente im Cockpit sind sehr gut ablesbar.

Im Mazda3 ist man sportlich unterwegs 

Dass ein dynamisches Design kein Selbstzweck ist, unterstreicht die straffe Abstimmung des Fahrwerks. Sogar bei hohem Autobahntempo reagiert der agile Japan-Dreier empfindlich auf Bodenwellen, hält aber unverdrossen die Spur. Die Lenkung arbeitet sehr exakt, das Sechsgang-Handschaltgetriebe ist wunderbar knackig ausgelegt. Und nach dem Anlassen gibt der ansonsten angenehm zurückhaltende Vierzylinder-Saugmotor sogar so etwas wie ein Röhren von sich. 

Interessante Alternative in der Golf-Klasse 

In der sogenannten Golfklasse ist der Mazda3 eine interessante Alternative – mit seinen Schauwerten, dem günstigen Einstandspreis und einer Serienausstattung, die unter anderem Navigation, Einparkhilfe, Bluetooth- und Smartphoneanbindung, LED-Scheinwerfer, zahlreiche Assistenten sowie ein Headup-Display umfasst.

Datenblatt des Mazda3 2.0 M Hybrid

Hubraum

1998 ccm

Leistung

90 kW/122 PS bei 6.000 U/min

Beschleunigung

10,4 s 0-100 km/h 

Spitze

197 km/h 

Verbrauch

6,3 l/100 km 

CO2-Emission

143 g/km 

Effizienzklasse

Länge

4460 mm

Breite

2028 mm

Fassungsvermögen Kofferraum

351-1026 l 

Leergewicht

1350 kg Gesamtgewicht

Gesamtgewicht

1869 

Preis

ab 23.790

Typklassen

HP 16, VK 23, TK 27

Lesen Sie auch: Mazda3 mit einzigartigem Motor - so fährt er sich.

Der neue VW Golf folgt digitalem Trend

Carsten Müller

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital Redaktionsnetzwerkes


Rubriklistenbild: © Mazda

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