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Dass Autos auf Radwegen parken oder blockieren, ist keine Seltenheit.

Coronavirus-Lockerungen

Mehr Radfahrer unterwegs: ADFC fordert besseren Ausbau der Radwege

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Der ADFC befürchtet nach den Coronavirus-Lockerungen große Stau-Wellen auf Deutschlands Straßen und fordert einen besseren Ausbau der Radwege.

  • Die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus wurden reduziert.
  • Auch mit dem Auto kann man sich nun wieder frei bewegen.
  • Viele Menschen fahren jetzt wieder mit dem Auto zur Arbeit, doch das könnte zu besonders großen Staus führen.

Die Städte in Deutschland werden nach und nach wiederbelebt und die Leute sind wieder vermehrt draußen unterwegs. Viele Arbeitnehmer müssen auch nicht mehr im Homeoffice bleiben und können an ihren Arbeitsplatz zurück. Doch das führt zu Stoßzeiten und zu erhöhtem Verkehrsaufkommen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert daher, dass die Menschen das Auto stehen lassen und stattdessen mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Ansonsten drohen laut ADFC Stau-Wellen "von bisher ungeahntem Ausmaß" - und das aus einem einfachen Grund.

Eingeschränkter ÖPNV-Betrieb könnte viele Staus im Verkehr verursachen

Aufgrund der Coronavirus-Abstandsregelungen ist der ÖPNV* in vielen Städten noch immer stark eingeschränkt und könne noch länger nicht mit voller Auslastung fahren. Hinzu kommt wohl, dass viele Menschen eher auf öffentliche Verkehrsmittel verzichten, wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr. Daher befürchtet der ADFC, dass die Menschen vermehrt auf andere Transportmittel zurückgreifen und auch vermehrt in ihren eigenen Autos unterwegs sein werden. Dies würde sogar Hunderttausende ÖPNV-Nutzer betreffen.

ADFC-Geschäftsführer Burkhard Stork erklärt in einer Pressemitteilung: "Wenn jetzt massenhaft ehemalige ÖPNV-Nutzer ins Auto steigen, kommt Deutschland zum Stillstand. Schon vor der Krise ging in der Rushhour fast nichts mehr. Das wird sich zuspitzen, wenn es nicht gelingt, sehr viel mehr Menschen für die Mobilität mit dem Rad oder zu Fuß zu motivieren."

Damit es zu keinen Super-Staus kommt, sollen die Bürger also lieber zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Um die Leute dazu zu bringen, sollen auch die Städte etwas unternehmen.

Lesen Sie auch: Fahrrad statt Auto: ADAC empfiehlt Radschnellwege als Alternative für Pendler.

ADFC fordert: Städte sollen Radwege verstärkt ausbauen

Größere und klarer gekennzeichnete Radwege sollen die Leute zum Umstieg aufs Fahrrad motivieren.

Burkhard Stork erklärt, dass jetzt die richtige Gelegenheit dafür sei, bestehende Radinfrastruktur-Konzepte umzusetzen. Zudem heißt es in einem Handlungsleitfaden des ADFC, dass das Fahrrad sich während der Coronavirus-Pandemie* als krisenfestes Verkehrsmittel bewährt habe. Wenn die Städte über gut ausgebaute Radwege verfügen, würde das die Menschen auch vermehrt zum Umstieg aufs Rad bewegen.

"Die Krise hat gezeigt, dass viel mehr Menschen Rad fahren, wenn die Straßen frei sind. Jetzt müssen die Städte ihnen gute Angebote machen, damit sie dem Rad so oft und lange wie möglich treu bleiben", so Stork.

Auch interessant: Neue Verkehrsregeln: Das sind die neuen Regelungen der StVO-Novelle.

ök

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital Redaktionsnetzwerkes

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