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Fahraktiv: Verbessertes Handling dank neuer elektro-mechanischer Lenkung

Guter Geschmack unterm Stern

Als Mercedes 2004 die erste Ausgabe des CLS präsentierte, rieb sich die Konkurrenz die Augen. Ein Coupé mit vier Türen hatte es bis dahin nicht gegeben.

Die elegante Linie mit schräg abfallender, bis ins Heck mündender Dachlinie und die flachen Seitenscheiben faszinierten und polarisierten die Kunden gleichermaßen. Inzwischen wurden rund 170 000 CLS weltweit verkauft und es gibt die viertürigen Coupés mittlerweile bei Volkswagen (Passat CC), Audi (A5 und A7 Sportback) und Porsche (Panamera). BMW wird mit einem 6er-Coupé, das mehr als zwei Eingänge hat, 2012 nachziehen.

Lichtstark: Voll-LED-Scheinwerfer, bei dem alle Lichtfunktionen von Leuchtdioden übernommen werden.

Der neue Mercedes CLS feierte jetzt auf dem Pariser Salon Weltpremiere. Auch er ist wieder ein Hingucker. Seine stark ausgeprägte Bugpartie mit steil stehendem Kühlergrill orientiert sich am Supersportler SLS und sorgt für eine optisch gestreckte Motorhaube. Für ähnliche Spannung sorgen die nach hinten abfallende Sicke auf den Flanken und die stark betonten Radhäuser. Auch die „High-Performance- Scheinwerfer“ mit 71 LEDs (Aufpreis 1773 Euro), die im CLS Weltpremiere feiern, setzen Akzente. Seinen Passagieren bietet der elegante Viertürer ein ähnliches Ambiente wie die Senator-Lounge der Lufthansa.

Schon das Basismodell schwelgt mit Zierelementen aus hellbraunem, mattschimmernden Pappelholz. Beim Zustieg zu den beiden Einzelsitzen in Fond muss man immer noch den Kopf einziehen. Aber nicht mehr so stark wie beim Vorgänger. Und weil die Seitenscheiben nicht mehr ganz so sehschlitzartig flach sind, fühlt man sich im Fond auch nicht mehr so eingemauert. Coupéhafte Enge ist aber nicht zu befürchten. Die Beinfreiheit ist sogar mehr als reichlich bemessen. Jetzt kann der CLS auch mit einer umklappbaren Rücksitzlehne aufwarten, um lange Gegenstände wie Golfbags oder Skibretter leichter befördern zu können.

Edles Ambiente: Das hochwertige Interieur versprüht Lounge-Atmosphäre.

Erstmals setzen die Stuttgarter in einem Mercedes mit Hinterradantrieb eine elektromechanische Lenkung ein. Sie spricht angenehm direkt an, ist nicht zu leichtgängig und vermittelt ausreichenden Straßenkontakt. Außerdem war es damit möglich, einen aktiven Park-Assistenten (869 Euro Aufpreis) einzuführen. Damit erkennt der CLS Parklücken und fährt sich selbstständig hinein

Mercedes-Benz: Der neue CLS

Mercedes-Benz: Der neue CLS

Sparsamster ist ein 2,2-l- Diesel mit nur vier Zylindern - der 250 CDI Blue Effiency mit 204 PS für 59 857 Euro. Er verbraucht nur 5,1 Liter Diesel auf 100 km, ist aber nicht vor März kommenden Jahres lieferbar. Einen Monat später folgt das Topmodell 500 Blue Effiency mit einem V8 und 408 PS für rund 70 000 Euro. Bis auf den 350 CDI verfügen alle über eine Start-Stopp-Automatik. Sämtliche Motoren leiten ihre Kraft über eine Siebenstufenautomatik an die Hinterräder. Im September 2011 soll auch - erstmals im CLS - Allradantrieb folgen. Neu sind auch die so genannten Pelvis-Bags, seitlich in den Sitzen integrierte Becken- Airbags.

Zu den zahlreichen Assistenzsystemen gesellt sich nun auch ein aktiver Totwinkel- und Spurhalteassistent. Aktiv heißt, dass das Auto bei unbeabsichtigtem Spurverlassen oder Annäherung an den Nebenmann per Bremseneingriff wieder auf den rechten Weg gebracht wird. Das System ist Teil eines Zusatzpaketes, zu dem ein vorausschauender Bremsassistent (BAS Plus), ein Abstandsregel-Tempomat (Distronic Plus) und eine radargesteuerte Bremsanlage (Pre- Safe) gehören. Alles zusammen für 2678 Euro Aufpreis.

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