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Hybrid-Antriebe geben vor allem in der automobilen Beletage ihren Einstand, bei Mercedes-Benz galt die Premiere dem S400 Hybrid.

Hybrid: Kraft der zwei Herzen

Noch gehört es nicht unbedingt zum guten Ton, in der Luxusklasse Umweltbewusstsein zu demonstrieren. Das kann sich aber ändern...

Hybrid-Antriebe geben vor allem in der automobilen Beletage ihren Einstand, bei Mercedes-Benz galt die Premiere dem S400 Hybrid.

Edel: Leder und Holz, Alu-Zierteile und wertige Kunststoffe fügen sich zu einem erstklassigen, zugleich aber auch wohnlichen Interieur.

Man kennt den Stuttgarter seit jeher als Inbegriff des Geschäftswagens, der ausgezeichnete Fahrkultur mit hohem technischen Anspruch verbindet. Innovationsträger der besonderen Art ist der S400 Hybrid, erster Serien-Mercedes mit doppeltem Antrieb aus V-Sechszylinder-Ottomotor (279 PS) sowie einem 20 PS starken Elektromotor, der Leistungsspitzen abmildert, zugleich als Anlasser und Lichtmaschine dient und damit Treibstoff spart. Eine Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie speichert Energie und gibt diese bei Bedarf wieder ab. Über Betriebszustand und Leistungsreserven des Systems informiert eine Anzeige im Tachometer.

Wer einen Zweitonner auf die schlanke Linie trimmen will, muss auch an Details feilen. Beispielsweise bringt der S400 Hybrid längst etablierte Verbrauchssenker wie Start-Stopp-System mit, aber auch sparsame LED-Beleuchtungstechnik und eine Steuereinheit, die Bremsenergie in Strom verwandelt.

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Weil die Hybrideinheit Platz sparend zwischen Motorblock und Siebengang-Automatikgetriebe sitzt und der besonders leistungsfähige Akku die Position der herkömmlichen Starterbatterie eingenommen hat, unterscheidet sich die Hybrid-Variante in den Komfortmaßen nicht vom Standard der Baureihe: 560 Liter Kofferraumvolumen und reichlich Ellbogenfreiheit weiß man vor allem auf ausgedehnten Reisen zu schätzen – ob als Fahrer oder Mitfahrer im Fond. Lediglich die Beinfreiheit auf den Rücksitzen entspricht nicht ganz den Vorstellungen, die ein Auto dieser Größenordnung weckt.

Serienmäßige Assistenzsysteme: Notbrems-Radar, Verkehrszeichenerkennung, Abbiege- und Kurvenlicht.

Hoch ist in diesen Preisregionen der Anspruch an Materialwahl und Verarbeitung, den Mercedes mühelos erfüllt. Leder und Holz, Alu-Zierteile und wertige Kunststoffe fügen sich zu einem erstklassigen, zugleich aber auch wohnlichen Interieur, das trotz umfangreicher Bedienelemente mit dem zentralen Steuerrad des Comand-Systems sich manche nostalgische Schrulle erlaubt, wie beispielsweise eine Analoguhr in der Mittelkonsole – natürlich von edler Anmutung.

Der zusätzliche Elektromotor hilft nicht nur beim Spritsparen, weil er dann eingreift, wenn der Sechszylinder stark gefordert wird, sondern verändert auch den Drehmomentverlauf im Sinne gediegener Fahrfreude. Verglichen mit dem Basismotor aus dem S350 entwickelt der S400 Hybrid schon bei geringer Drehzahl mehr Schub.

Dank „Boost-Effekt“ macht das Sparen mit der S-Klasse Spaß, zumal die Siebengang-Automatik jeden Gasbefehl ohne Zögern umsetzt und stets optimale Übergänge findet. Man sollte dennoch pfleglich mit dem Pedal umgehen, sonst entfernt man sich allzu weit von schmeichelhaften Werksangaben bezüglich Verbrauch und CO2-Ausstoß. Technische Kompetenz bezeugt auch die Ausstattung. Serienmäßig sind Assistenzsysteme wie Notbrems-Radar, Verkehrszeichenerkennung, Abbiege- und Kurvenlicht sowie die sich Temperamenten und Fahrbahnzuständen automatisch anpassende Luftfederung. Dass Profanes wie Knie-Airbag, Multifunktionslenkrad und Klimaautomatik gleichfalls zum Serienumfang zählen, wagt man angesichts dieser Fülle kaum zu erwähnen.

Carsten Müller

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