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Auf dem Prüfstand: Im Antriebsintegrationszentrum (AIZ) in Sindelfingen werden zukünftige Antriebe (hier in einer E-Klasse) optimiert.

Nanoslide und Co.

Mercedes: Das sind die Verbrenner der Zukunft

Hybride hier, Elektro da – es ist gut, dass derzeit viel über alternative Antriebe diskutiert und deren Einsatz forciert wird. Auch bei Mercedes. 

Dennoch: Verbrenner sind in maßgeblichen Kategorien wie Reichweite, Preis und Infrastruktur noch immer überlegen. Mercedes, selbst bei Hybrid- und Elektroantrieben gut dabei, hat jetzt vorgestellt, wie man auch mit optimierten Benzinern und Dieseln in die Zukunft fahren will.

Nanoslide

Um innermotorische Reibung zu verringern, werden die Zylinderinnenflächen mit einer extrem dünnen Legierung auf Basis einer Eisen-Kohlenstoffverbindung versehen. Die Oberfläche ist spiegelglatt und ermöglicht etwa den Kolben und Zylindern einen nahezu reibungslosen Lauf. Am Schluss sollen sogar Verbrauchsreduzierungen von mehreren Prozent möglich sein! Für Nanoslide gibt es in Kürze den Deutschen Zukunftspreis.

Partikelfilter

Ursprünglich für Diesel konzipiert, wird der Partikelfilter für Benziner seit 2014 im S500 eingesetzt, ab 2017 soll er weitere Mercedes-Modelle umweltfreundlicher machen. Die Funktionsweise ist ähnlich wie im Diesel: Der Abgasstrom wird durch die wabenartige Struktur geleitet, wobei Rußpartikel herausgefiltert werden.

Elektrifizierung

Dank Inte­griertem Starter-Generator (ISG) und E-Zusatzverdichter ist der Sechszylinder ohne Turboloch.

Mercedes will seine Verbrenner elektrifizieren. Möglich wird das durch die Inte­gration von Anlasser und Lichtmaschine zu einem sogenannten Starter-Generator (ISG). Er unterstützt den Verbrenner etwa beim Kaltstart oder beim Beschleunigen. Das Turboloch ist passé. Der ISG wird dabei von einem 48-Volt-Bordnetz betrieben, das zusätzlich die Elektrifizierung anderer Komponenten eines Motors erlaubt. Dadurch sind Boosten mit bis zu 20 PS mehr Leistung möglich, Rückgewinnung von bis zu 80 Prozent der Bremsenergie (Rekuperieren) und Verbräuche und damit CO2-Emissionen, die an Hybride erinnern.

Mercedes wird insgesamt rund drei Milliarden in die Motorenoffensive stecken. Die ersten Aggregate rollen in der neuen S-Klasse, Daimlers Technologieträger, schon 2017 an den Start. 

K.B.

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