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Die dritte Auflage des Mercedes SLK ist eine elegante Raubkatze, die auch Männr begeistert.

Auf dem Weg zur Stil-Ikone

Man kann sich das Urteil auch leicht machen: SLS light. Ja, so könnte man den neuen SLK von Mercedes bezeichnen. Das wäre jedoch zu platt...

Die Mittelkonsole im neuen SLK scheint fast zu schweben.

...und würde einem Roadster, der es bis zum Start der dritten Generation auf immerhin eine halbe Million verkaufter Exemplare gebracht hat, auch nicht gerecht werden. Und außerdem: Aus dem ehemaligen „Arztgattinnen-Auto“ ist in der dritten Auflage eine elegante Raubkatze geworden, die auch Männer bezaubert. Aber noch mal zurück zum SLS. Natürlich wurden von der Design-Ikone, die sofort nach Erscheinen in die Walhalla der besten Autos aller Zeiten eingezogen ist, einige Elemente entlehnt. Die charakteristischen, wuchtigen Lufteinlässe zum Beispiel, die extravagante Retro-Uhr in der Mitte oder die elegante, fast schwebende Mittelkonsole gibt es so im SLS auch. Diese Elemente wurden jedoch im SLK weiter entwickelt, sodass dieser Roadster sich ebenfalls auf dem Weg zur Stil-Ikone befindet.

Das gilt auch für die markig-kantige Vorderansicht und die prallen Hinterbacken, die an das lauernde Gesicht und die angespannten Muskeln jener schon erwähnten, sprungbereiten Raub­ katze erinnern. Um im Bild zu bleiben: Auch der Motor faucht wie ein wildes Tier, zumindest beim 306 PS starken (0–100: 5,6 Sekunden) Sechszylinder (Preis ab 52.300 Euro). Hier ist den Sounddesignern von Mercedes ein großer Wurf gelungen. Merke: Was schon nicht gut klingt, kann auch nicht kernig fahren!

Mercedes - SLK Roadster

Mercedes: Die ersten Bilder vom SLK Roadster

Der SLK 350 klingt kernig und fährt auch so. Im Doppel-Sport-Modus geht die Katze ab und schnurrt auch in hohen Drehzahlen angenehm, aber aggressiv. Kraftreserven gibt es en masse – und das Fahrwerk ist ein absoluter Genuss. Fast wie im Gokart schnürt der SLK 350 schmale Bergstrecken nach oben, hart, direkt und dynamisch – gleichzeitig bietet er all die Annehmlichkeiten einer Limousine. Und auch beim Verbrauch will er neue Rekorde aufstellen: Im Mix 7,1 Liter pro 100 Kilometer – das wäre für einen 306-PS-Boliden schon fast eine Sensation.

Einzigartig: Das voll verglaste Dach

Die kleineren Modelle, der SLK 200 (184 PS, 0–100 in 7,3 Sekunden, Preis ab 38.675 Euro) und der SLK 250 (204 PS, 0–100 in 6,6 Sekunden, Preis ab 41.828 Euro) sollen jeweils mit gerundet 6,5 Litern (je nach Getriebe) ihren Durst stillen. Aber noch etwas macht das Cabriolet mit dem einfahrbaren Hardtop so einzigartig: Das voll verglaste Dach kann auf Knopfdruck zwei verschiedene Lichtsituationen simulieren.

Im Dach eingelassene Partikel reagieren auf Strom und machen so das Dach entweder nachtblau-dunkel oder transparent, je nach Licht-Geschmack des Fahrers. Fazit: Roadsterfans, die sich in Sachen Sportlichkeit bislang eher bei der Konkurrenz aufgehoben fühlten, sollten ernsthaft nicht nur über einen Seitensprung nachdenken, sondern über eine handfeste Affäre…

tz/mm  

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