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Boris Rhein sagt "Sorry".

Minister entschuldigt sich in Dienstwagenstreit

Wiesbaden - Mit einer öffentlichen Entschuldigung will der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) den Streit mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) über die Klimaschädlichkeit seines Dienstwagens beilegen.

Rheins Mitarbeiter hatten der Umwelthilfe für eine bundesweite Aufstellung erst falsche Angaben über den CO2-Ausstoß des Autos zukommen lassen. Nach deren Veröffentlichung hatten sie den Umweltschützern vorgeworfen, nicht exakt zu arbeiten. Die Umwelthilfe hatte bis Dienstag eine öffentliche Korrektur und Unterlassungserklärung gefordert.

“Selbstverständlich halten wir die Behauptung, die DUH habe nicht differenziert und die gelieferten Daten falsch verwendet, nicht aufrecht und entschuldigen uns“, erklärte Rheins Sprecher Mark Kohlbecher am Dienstag in Wiesbaden. Es handle sich um ein selbst verursachtes Missverständnis. Rhein war bei der Aufstellung auf dem letzten Platz gelandet.

Seine Mitarbeiter hatten einen Audi A8 6.0 mit einem Ausstoß von 353 Gramm des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer gemeldet. Nach Angaben seines Ministeriums fährt Rhein allerdings in einem Audi, der weniger als 200 Gramm CO2 ausstößt. Warum jener A8 auf die Liste kam und wer ihn nutzt, war nach Angaben von Rheins Sprecher “bisher nicht aufzuklären“.

Den EU-Wert von 140 Gramm pro Kilometer erfüllt Rhein trotzdem nicht. Die rote Laterne für den klimaschädlichsten Dienstwagen bleibt aber in Hessen: Der 450-PS-Wagen von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stößt pro Kilometer 348 Gramm Kohlendioxid aus.

dpa

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