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Erschwinglicher Minivan: Ab 18 990 Euro gibt es das siebensitzigen Familienauto Chevrolet Orlando

Minivan für Daddy Cool

Manche Autos sorgen dafür, dass auch Großfamilien- Väter noch Spaß am Fahren haben und ziemlich cool vor dem Drive-In vorfahren können. Der siebensitzige Chevrolet Orlando ist so einer:

Mutiges Design fernab vom rein zweckoptimierten Einheits- Look, dazu ein knakkiges Fahrwerk, reichhaltige Ausstattung, sportliche Sitze und auf dem Kühlergrill das Emblem der beinah legendären Marke Chevrolet. Bei 18 990 Euro beginnt die familienfreundliche Preisgestaltung für den US-Koreaner. Keine Automarke wurde so oft besungen wie Chevrolet. Stars wie Eric Clapton oder Bruce Springsteen wussten seit jeher ein Lied vom „Chevy“ zu singen. Allerdings ist der Orlando zwar nach dem gleichnamigen Disneyworld- Mekka in Florida benannt, genau genommen aber ein waschechter Koreaner.

Das Gesicht in der Menge: Der Orlando hebt sich im Design wohltuend von typischen Familien-Vans ab.

Macht (fast) nichts, daran hat man sich seit der Einverleibung der Marke Daewoo beim US-Giganten General Motors langsam gewöhnt. Jedenfalls beschert die amerikanisch-koreanische Herkunft dem Orlando ein sehr gutes Preis-Leistungs- Verhältnis. Für weniger als 4,65 m langen Siebensitzer mit vielen praktischen Vorzügen: Erwachsene haben in der zweiten und bis 1,75 m Körpergröße sogar in der dritten Reihe genügend Platz. Nach allen Seiten ist der Orlando sehr übersichtlich, mit nur 11,3 m Wendekreis ist er auch in engen Großstadt-Gassen flink zu bewegen. Schon zur Grundausstattung gehören: Der Schleuderschutz ESP, sechs Airbags und ein CD-Radio mit vier Lautsprechern. In der Topausstattung LTZ kostet der Familien-Van knapp 23 000 Euro und hat an Bord: 17-Zoll-Alufelgen, Parksensoren, Navi, Tempomat, Klima und vieles mehr. Damit ist der Orlando um stolze 5000 Euro günstiger als der Minivan-Platzhirsch VW Touran, den er um 25 cm überragt.

Natürlich ist so ein erschwinglicher Familien-Van nicht perfekt. Der Orlando ist an sich ein ausgesprochener Leisetreter und rollt nahezu flüsternd dahin, aber mit den 17-Zoll-Felgen reagiert er stößig und deutlich hörbar auf kurze Schläge (etwa über Querfugen). Und: Bei drei belegten Sitzreihen schluckt der Kofferraum nur winzige 89 Liter – das sind gerade mal 45 Sixpacks, wie man in der Heimat der Marke Chevrolet so kleine Volumen veranschaulicht. Allerdings: Kinderleicht werden daraus bei fünf Sitzen 454 Liter unter der Gepäckabdeckung und bis zum Dach hinauf 727 Liter. Und wer auch noch die Sitze Nummer vier und fünf per leichtgängigem Mechanismus versenkt, belädt den Orlando mit knapp 1500 Litern oder 750 Sixpacks – genügend Bier und Softdrinks für die nächste Superbowl-Party.

Übersichtlich und schick: Im Cockpit des Orlando lässt sich alles gut bedienen, die Qualität von Verarbeitung und Materialien stimmt.

Unsere ersten Testfahrten mit dem Chevrolet Orlando fanden an der Seite von Marc Surer statt. Der ehemalige Formel 1-Pilot und Kommentator auf Sky war angetan vom pflegeleichten Chevy-Van: „Er hält in Sachen Raumangebot und Fahrbarkeit, was man sich von ihm erhofft. Und: Alles erschließt sich von selbst, das ist das Wichtigste bei einem Familien-Van.“ Typische Chevy-Fahrer tendieren zum 141 PS-Benziner, wir würden nach dem ersten Eindruck eher dem Zweiliter- Diesel mit 163 PS den Vorzug geben: 7,0 l/100 km und mit 360 Nm die Kraft eines ausgewachsenen Bisons. Dazu werkelt der Diesel gut gedämmt und kaum hörbar. Erst bei höheren Drehzahlen fällt auf, dass man nicht etwa in einem Elektro-Van sitzt. Apropos: Der Chevrolet Volt mit Elektro- Antrieb und Benzin-Hilfsmotor wird Anfang 2011 der nächste Streich der US-Koreaner und vielleicht eine weitere Alternative für Familien-Oberhäupter, die am Steuer gerne cool wirken.

Ralf Schütze

 

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