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Zwei Elektromotoren und ein Benzinaggregat treiben den Wagen an.

SUV unter Strom

Mitsubishi Outlander Plug-In

Mitsubishi setzt den SUV-Markt verstärkt unter Strom: Jetzt kommt mit dem Outlander der erste Geländewagen mit serienmäßigem Plug-In-Hybrid-Antrieb bei uns in den Handel.

Ab 39.900 Euro ist der bullige, sportliche Japaner zu haben. Er kombiniert das Beste aus zwei Autowelten: die Umweltfreundlichkeit eines Elektroautos mit den Vorzügen eines geräumigen SUV mit konventionellem Verbrennungsmotor und mit Allrad. Mit einem Normverbrauch von 1,9 Litern Sprit auf 100 Kilometern und nur 44 Gramm CO2-Ausstoß sowie einer Reichweite von über 800 Kilometern ist der Outlander der Sparweltmeister unter den SUVs. Wir sind den Familiengleiter mit der neuen Antriebstechnik schon gefahren.

Das Besondere im Outlander Plug-In-Hybrid ist der spezielle Antriebsmix der insgesamt drei Motoren: Ein 2,0 l-Benziner mit 121 PS und zwei Elektroaggregate mit jeweils 82 PS. Die E-Motoren sitzen auf Vorder- bzw. Hinterachse und werden durch einen im Fahrzeugboden liegenden Lithium-Ionen Akku mit einer Kapazität von zwölf Kilowattstunden gespeist. Ein vom Benzinmotor angetriebener Generator (95 PS) lädt die Akkus während der Fahrt wieder auf.

Mit dem Joystick 1885 Kilo bewegen

Der angezeigte Energiefluss.

Einsteigen, Startknopf drücken, den Joystick aus der Park- in die Fahrposition schieben und der 1885 Kilogramm schwere und 4,62 Meter lange Fünfsitzer setzt sich zügig und fast geräuschlos in Bewegung. Das elektronische Antriebssystem wählt automatisch den energieeffizientesten Antriebsmodus: Die drei Motoren werden je nach Fahrmodus und Fahrweise zugeschaltet. Im kleinen Tachodisplay und auf dem großen Multi-Informationsdisplay in der Cockpitmitte wird anzeigt, wie effizient wir unterwegs sind und über wie viel Kapazität unsere Batterie noch verfügt. Die mitlaufende Statistik animiert fast spielerisch zu mehr Sparsamkeit.

Im reinen Elektromodus mit maximal 120 km/h Geschwindigkeit schafft der Outlander bis zu 52 Kilometer Fahrstrecke völlig emissionsfrei. Genügend Reichweite für viele Tagespendler, zumal die Batterie während der Fahrt beim Bremsen kontinuierlich wieder aufgeladen wird.

Beim plötzlichen Beschleunigen schaltet sich der Benzinmotor ein und schiebt über die Vorderachse mit an. Jetzt treiben alle Motoren den Outlander über den Asphalt – allerdings nur bis zum elektronisch limitierten Tempo von 170km/h – darüber würde sich die Batterie zu schnell entladen.

Schluckfreudiger Sparmeister: Mitsubishi Outlander Plug-In

Bei längerer Tempofahrt zeigt sich unser Sparmeister aber schluckfreudig: statt angegebenen 1,9 Liter Normverbrauch fordert er 5,8 Liter – ein immer noch guter Wert für einen SUV. Mit vollem 45-Liter-Benzintank und aufgeladener Batterie schafft der Outlander Plug-In-Hybrid am Stück stolze 800 Kilometer.

Daheim in fünf Stunden aufgeladen.

Aufgeladen ist der Outlander an der Haushaltssteckdose in fünf Stunden, an einer Schnellladestation in 30 Minuten zu 80 Prozent. In München gibt es derzeit 19 öffentliche Ladestationen. Mitsubishi plant bundesweit all seine rund 300 Händler mit entsprechenden Ladevorrichtungen auszustatten. Bei einer Akkukapazität von 12 kWh und einem aktuellen Strompreis von 28 Cent je kWh kostet eine Füllung derzeit nur 3,36 Euro.

Die Grundversion des Outlander Plug-in-Hybrid gibt’s ab 39.900 Euro – rund 6500 Euro teurer als der günstigste Diesel und 9.000 Euro teurer als Allradbenziner, die seit zwei Jahren auf dem Markt sind. Erwähnt sei noch der günstige Steuersatz. Die Betriebskosten des Outlander Plug-in-Hybrid liegen jährlich rund 800 Euro unter einem vergleichbaren Diesel. Gratis dazu gibt’s ein gutes Gewissen …

Heinz Wilhelm

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