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Praktisch und auch noch was fürs Auge: Citroen C3 Picasso mit Lifestyle-Anklängen ab 14 900 Euro.

Attraktiver französischer Verwandlungskünstler

Normalerweise ist ein Picasso für unsereins unbezahlbar. Es sei denn, er ist von Renault und verspricht als Namenszusatz in der Modellpalette ernorme Praktikabilität in kleinen Autos.

So wie jetzt im neuen Mini- Van C3 Picasso, der mit einem Einstiegspreis von unter 15 000 Euro dieser Tage zum Händler rollt.

Das Design des Franzosen ist schon etwas außergewöhnlich: Für möglichst viel Raumgewinn im Innenraum stehen Flanken und Heck nahezu senkrecht, die Grundform der Fahrgastzelle erinnert an einen Würfel mit abgerundeten Kanten. Die leicht abfallende Frontpartie und vor allem die Gestaltung der Vorder- und Hinterleuchten gefallen und laden ein zum Hingucken. Große Fensterflächen sorgen zudem für ein optimales Raumgefühl im Innenraum. Die A-Säulen sind zweigeteilt und beherbergen ein Dreiecksfenster, so dass das Blickfeld auf den Vordersitzen wesentlich erweitert wird. Durch die große Heckscheibe und die niedrige Fensterlinie entsteht zudem ein für diese Fahrzeugklasse ungewöhnlich luftiges Raumgefühl. Noch mehr Ausblick bis in den Himmel gewährt das optional verfügbare, rund ein Quadratmeter große Panaromadach.

Nutzwert und Variabilität werden bei Vans aller Art besonders groß geschrieben. Dies Attraktiver französischer Verwandlungskünstler Der neue Citroen C3 Picasso startet jetzt mit Preisen unter 15 000 Euro zeigt sich auch im kleinen Franzosen: Bis zu 500 Liter fasst der Kofferraum, wenn die zu ungleichen Hälften geteilte Rückbank zu Lasten der Beinfreiheit um 15 Zentimeter verschoben wird. Durch Umklappen finden sogar bis zu 1500 Liter Platz. Als besonders praktisch erweisen sich der herunterklappbare Beifahrersitz und eine Skiklappe in der Lehne der Rücksitze.

Weniger schön: Die Anzeigen für Geschwindigkeit und Drehzahl finden sich mittig auf der Armaturentafel und liegen so außerhalb des natürlichen Blickfelds des Fahrers. Auch die Bedienung der optionalen Klimaanlage fällt schwer, da die entsprechenden Instrumente ungünstig tief positioniert sind.

Zur Markteinführung bietet Citroen einen Diesel mit 109 PS und zwei Benziner mit 95 bzw. 120 PS an. Der Einstiegs- Ottomotor reicht für den städtischen Verkehr vollkommen aus, auf der Autobahn wirkt er teilweise überfordert. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h sind 13,9 Sekunden nötig; ein Tempo von 130 km/h quittiert das Triebwerk mit lauten Motorengeräuschen. Ein durchschnittlicher Spritverbrauch von 6,8 Liter auf 100 km und ein CO2-Ausstoß von 157 g/km stellen zudem keine herausragenden Werte dar. Zudem gibt es statt einer drehzahlreduzierenden Sechsgang-Schaltung nur ein manuelles Fünfgang- Schaltgetriebe. Auch eine Start- Stopp-Automatik fehlt, sie soll 2011 folgen. Beim Selbstzünder schreckt dagegen der Aufpreis von mindestens 5000 Euro, ein Triebwerk mit 90 PS und Euro 5-Norm folgt erst 2010.

Mit seinen Qualitäten weiß der Mini-Van ansonsten zu gefallen: Im Stadtverkehr erweist er sich als treuer Gefährte, auch vor Lastenfahrten braucht man nicht zu scheuen. In dem Einstiegspreis von 14 900 Euro sind außerdem Sicherheitsextras wie ESP und vier Airbags inbegriffen. Gerade Familien dürften solche Qualitäten zu schätzen wissen.

osw.

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