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Dick gedämmt: Audi bietet für das A3 Cabrio ein Akustikverdeck an, das besonders gut gegen Schall isoliert

Neue Details machen Cabrios individueller und teurer

Nacken-Puster und Cool-Pigment

Mit vielen Details und Spielereien versuchen die Hersteller von Cabrios und Roadstern, sich von ihren Konkurrenten abzuheben.

Sie verlängern mit speziellen Heizungen die Open-Air-Saison, wappnen das Leder mit besonderen Beschichtungen gegen das leidige Aufheizen, liefern online die aktuelle Cabrio-Wetterprognose oder zählen die Sonnenstunden einer Saison. Das treibt den Preis eines Auto in die Höhe. Denn zum Nulltarif gibt es diese Nettigkeiten natürlich nicht.

Doch bei einigen Wohlfühl- Dreingaben wie der Nackenheizung sind Kunden offenbar gerne bereit, ein paar Hunderter zusätzlich auf den Tisch zu legen. Den sogenannten Airscarf gab es bisher nur bei Mercedes-Roadstern SLK und SL für einen Aufpreis zwischen 500 und 600 Euro. Rund 88 Prozent der Kunden gönnen sich für diese Summe einen warmen Nacken beim Fahren. Nun bietet Peugeot dieselbe Technik als Airwave im 308 CC an. Für rund 700 Euro ist ein Gebläse so in der Kopfstütze integriert, dass sich warme Luft an kalten Tag wie ein Schal um den Hals legt. Und auch Audi hat so einen warmen Nacken-Puster im neuen A5 Cabrio für 460 Euro extra im Angebot.

Damit die Sonne die Cabrios nicht zu sehr aufheizt, hat wiederum BMW eine neuartige Lederbeschichtung für die Sitzflächen entwickelt. Sogenannte Cool-Pigmente in den Sitzbezügen und im Lack der Konsolen reflektieren die UV-Strahlung bei offen geparkten Autos, so dass sich die Polster weniger stark aufheizen. Wobei die Temperaturdifferenz im Vergleich zu herkömmlichem Leder bei dunklen Farben bis zu 20 Grad Celsius betragen kann.

Wenn es dem Fahrer immer noch zu heiß ist, gibt es vor allem in der Oberklasse neben der Sitzheizung auch eine Sitzlüftung, die Schweißflecken vorbeugt.

Für schlechtes Wetter ist dagegen das Akustik-Verdeck gemacht. Audi bietet es für 750 Euro beim offenen A3 und für 295 Euro Aufpreis jetzt auch beim neuen A5 Cabrio an. Eine zusätzliche Lage Dämmstoff zwischen Innenhimmel und Außenhaut bringt hier Geräusch- und Klimakomfort auf das Niveau eines konventionellen Coupés. Um Cabrio-Fahrern nasse Überraschungen zu ersparen, hat BMW seinen Internetdienst BMW Online eigens um eine spezielle Wettervorhersage erweitert. In der Rubrik Cabriowetter erhalten Frischluftfans auf Knopfdruck Auskunft darüber, ob am folgenden Tag mit Regen gerechnet werden muss.

Der neueste Schrei für Cabrio-Besitzer ist der Always Open Timer aus dem Mini Cabrio. Dieses Zusatzinstrument für 200 Euro zählt die Sonnenstunden eines Mini-Fahrers während der Fahrt und zeigt ihm an, wie lange das Dach offen war.

Cabrio-Käufer haben oft die Einstellung: wenn schon, denn schon. Also ja zu Leder, ja zu größeren Alufelgen, ja zu Navigation und Windschott. Und so machten viele Kunden immer mehr Häkchen auf den Bestellzettel: Kopfraumheizung, Audiosysteme mit automatischer Lautstärkenanpassung, reflektierendes Leder - solch komfortable Zusatzausstattung stehe auf den Wunschlisten ganz oben. Und sind für Hersteller und Händler stattliche Gewinnbringer.

osw

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