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Genügt höchsten medizinischen Anforderungen: Der umgerüstete Mercedes Citaro kann bis zu einem voll funktionstüchtigen Operationssaal umgewandelt werden.

Beim Mercedes Citaro kommt das Krankenhaus zu den Verletzten

Die rollende Super-Klinik

„Schwester: Skalpell bitte!“ Dieser Satz könnte künftig nicht nur im OP-Saal eines Krankenhauses fallen, sondern auch in einem der drei neuen Großraumrettungsfahrzeuge, die in Dubai unterwegs sind.

Denn dort kommt ab sofort das Krankenhaus zu den Verletzten. Angeschafft wurden die drei Mercedes Klinik-Busse, um bei so genannten Großschadenslagen, also Unfällen oder Katastrophen mit vielen Verletzten, schnell medizinische Hilfe leisten zu können. Denn gerade die chaotische Verkehrslage im Umfeld von Katastrophengebieten verzögert häufig den Transport in Krankenhäuser. Die neuen Großraumrettungswagen bieten nun die einzigartigen Möglichkeiten einer voll ausgestatteten mobilen Klinik mit gemeinsamer Intensivstation und Operationssaal.

Was da auf den Straßen zum Einsatz kommt, sind rollende Superlative. Auf der Basis des Linienbusses Mercedes-Benz Citaro und Citaro G wurden Fahrzeuge entwickelt, die höchsten medizinischen Anforderungen gerecht werden. Die Bus-Variante A ist eine intensivmedizinische Versorgungseinheit, Variante B ist für die Massenversorgung und den Transport von mittel bis leicht verletzten Unfallopfern vorgesehen, Bus-Variante C ist die Kombination der beiden vorhergehenden Fahrzeuge. Allein diese Variante bietet Behandlungs- und Transportkapazitäten für über 80 Patienten.

Im Inneren des intensivmedizinischen Busses befinden sich drei Überwachungsbetten. Eines davon kann zu einem voll funktionstüchtigen Operationssaal umgewandelt werden. Dabei wird auf die gesamte Bandbreite der medizintechnischen Überwachung zurückgegriffen. Dazu zählt neben einem EKG eine echte Weltneuheit: Ein In- Spectra Schock-Monitor, mit dem einfach über einen auf die Handfläche aufgelegten Sensor die Gewebesauerstoffsättigung überwacht werden kann. Diese bahnbrechende Entwicklung warnt die Ärzte bereits Minuten vor einem Schock des Patienten, so dass entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Auch lassen sich innere Blutungen mit diesem Gerät erkennen und deren Verlauf überwachen.

Zur weiteren Diagnostik können zudem Röntgen und Ultraschall hinzugezogen werden. An Bord befindet sich das weltweit kleinste Röntgengerät, welches durch seine geringe Leistung Strahlenschutzmaßnahmen wie Bleiabdeckungen überflüssig macht. Die Röntgenbilder werden in Echtzeit auf einem Computermonitor angezeigt. Der Patient liegt während der Behandlung auf einem OP-Tisch, der mit vollwertigem OP-Licht ausgeleuchtet wird. Mit Einmalinstrumentensets können die unterschiedlichsten Operationen und Behandlungen durchgeführt werden.

Gut gerüstet ist man an Bord der Mercedes- Benz Großraumrettungswagen auch für den Fall einer Entbindung per Kaiserschnitt. Nicht nur die entsprechenden Entbindungsbestecke sind an Bord, die Neu- oder Frühgeborenen können zudem in einem Inkubator sicher versorgt werden. In den drei Bussen befinden sich jeweils 12 000 Liter Sauerstoff, die eine Sauerstoffversorgung bis zu drei Tage gewährleisten. Dabei wird das Gas über separate Leitungen zu den Sitzgruppen geleitet. Per Knopfdruck fallen aus speziellen Halterungen Sauerstoffmasken, von denen bei jeder einzelnen die Sauerstoffmenge geregelt werden kann.

Über einen Operator-Platz im vorderen Bereich der Fahrzeuge kann mit der Außenwelt per Telefon, Funk, Internet und Fax kommuniziert werden. Ein Laptop gehört dabei genauso zur Ausrüstung wie ein großer LCDMonitor, über den die einzelnen Bereiche im Großraumrettungswagen überwacht werden können.

osw.

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