+
Geschmeidige Federung: Das neue E-Klasse Coupé hat ein präzises und neutrales Handling

Mercedes ersetzt den CLK durch das E-Klasse Coupé

Zeitlose Eleganz

Große Coupés standen schon immer für Eleganz, Stil, Sport und vor allem für Noblesse. Mercedes geht mit dem CLK-Nachfolger auch einen Schritt in diese Richtung und legt mit dem neuen E-Klasse Coupé wieder an Format zu.

Mit 4,70 m Länge und stolzen Preisen ab 44 685 Euro soll der elegante Zweitürer jetzt eine Alleinstellung auf dem Markt einnehmen. Denn die Wettbewerber Audi A5, BMW Dreier Coupé oder Peugeot 407 Coupé sind eine Nummer kleiner.

Zum Start am 9. Mai stehen insgesamt zwei Diesel und fünf Benziner mit bis zu 388 PS zur Wahl. Im Frühjahr 2010 folgt noch ein besonders sparsamer Einstiegsbenziner mit Start-Stopp-Automatik und 185 PS. Ein AMG-Überflieger mit 525 PS aus einem 6,2-l-V8 dürfte dann ebenfalls startklar sein. Für die Frischluftfans soll schon im kommenden Herbst ein EKlasse Cabriolet vorgestellt werden.

Ein Novum in der Automobilgeschichte: Die Schwaben verlangen für ihr nobles Coupé keinen Mehrpreis gegenüber der Limousine. Dennoch ist der Mercedes wesentlich teurer als die etablierte, jedoch kleinere Coupé-Konkurrenz.

Einen wirklichen Meilenstein setzt der elegante Zweitürer ohne B-Säule und mit voll versenkbaren Seitenscheiben beim Luftwiderstandsbeiwert. Einen besseren cW-Wert als 0,24 hat bislang kein anderes Serienauto. Wobei die modebewussten Coupé-Käufer mehr auf die kraftvollen und schönen Linien bis in den Innenraum achten dürften als auf eine pure Stromlinie. Zumal der zweitürige Sternenträger mit sehr gut verarbeiteten Materialien, viel Platz für Fahrer und Beifahrer und einem bis auf die Kopffreiheit luftigen Raumangebot auf den hinteren Einzelsitzen glänzt, was im Coupé-Segment eher selten ist. Angenehm ist zudem die Fahrwerksabstimmung, die auf eine übertriebene sportliche Straffheit verzichtet und keinen Anlaß zu Klagen gibt.

Geradezu brachial ist die Gewalt, mit der das V8-Coupe losstürmen kann. Ruft der Fahrer das komplette Potential der 388 PS ab, stürmt der Zweitürer bereits aus Leerlaufdrehzahl fast wie ein Supersportler davon. Ein optionales Sportfahrwerk mit direkter übersetzter Lenkung verschärft die fahrdynamischen Qualitäten des muskelbepackten Zweitürers. Auch der völlig neue 292 PS starke 3,5-l-V6 mit strahlgeführter Benzindirekteinspritzung fährt damit fast so agil wie ein kompakter Streetracer.

Dazu kommt wie in der Limousine ein Sicherheitspaket, das seines gleichen sucht. Müdigkeitswarner, Nachtsicht- und Tempolimitassistent mit Verkehrsschilderkennung, Spurhalte- und Totwinkelassistenten, adaptive Scheinwerfer, radargestützte Abstands- und Bremshilfe, aktive Kopfstützen und Vorbereitung auf Unfälle sind zwar teilweise nur gegen Aufpreis erhältlich, werden aber von vielen Wettbewerbern so überhaupt nicht angeboten.

Beste Anlagen also für den schönen Zweitürer, die Erfolgsstory der Mercedes- Coupés um ein neues Kapitel zu ergänzen. Zumindest ab dann, wenn das Tal des Jammerns der derzeitigen weltweiten Wirtschaftskrise durchschritten ist.

osw.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Markt für Reisemobile und Caravans boomt
In die Freizeitfahrzeuge halten jetzt immer mehr elektronische Helfer Einzug - von der Rückfahrkamera bis zum Abstandswarner. Deutschlands Versicherer halten das …
Der Markt für Reisemobile und Caravans boomt
Eine Nummer Größer: VW California XXL auf Crafter-Basis
Auf dem Caravan-Salon wird Volkswagen ein Reisemobil auf Basis des Kastenwagens VW Crafter zeigen. Angelehnt ist die Studie an den VW California, den Camping-Fans nur zu …
Eine Nummer Größer: VW California XXL auf Crafter-Basis
Wie ausgestorben: Was hat es mit diesem Autofriedhof auf sich?
Was wohl hinter diesem gruseligen Autofriedhof steckt? Seit Jahren hat es niemand mehr gewagt, dieses Areal zu betreten - aus einem traurigen Grund.
Wie ausgestorben: Was hat es mit diesem Autofriedhof auf sich?
Smartphone ist immer öfter auch Staumelder
Das Smartphone ist wahrsten Sinne des Wortes ein Multifunktionsgerät. Auch Autofahrer nutzen es immer häufiger - ob als Staumelder oder Routenplaner.
Smartphone ist immer öfter auch Staumelder

Kommentare