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Qualitätskontrolle: Alle Karosserien werden zunächst olivgrün grundiert.

Besuch im Stammwerk

Modernste Lackiererei der Welt: Neuer Glanz für BMW

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In München läuft jetzt die modernste Lackiererei der Welt. Wir waren beim Besuch im BMW-Stammwerk dabei und sprachen mit sehr stolzen Verantwortlichen.

Stolz und Freude stehen Milan Nedeljkovic ins Gesicht geschrieben. „Das ist ein ganz besonderer Tag für uns“, sagt der Chef des Münchner BMW-Werks bei der Eröffnung der neuen Lackiererei. Über 200 Millionen Euro hat BMW ausgegeben. „Das ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Standorts, ein Bekenntnis zur Stadt.“

Üblicherweise stampfen Autobauer ihre Werke auf der grünen Wiese aus dem Boden. Das Münchner Werk hingegen liegt mittlerweile mitten in der stetig wachsenden Stadt. „Wir dürften das einzige große Auto-Werk sein, das über mehr Produktionsfläche als Grundfläche verfügt“, sagt Nedeljkovic. Und so war die große Herausforderung bei der Lackiererei, die 44.000 Quadratmeter Produktionsfläche auf einem Grund von nur 12.000 Quadratmeter unterzubringen.

"Weltbeste" Lackiererei: Weniger CO2-Ausstoß und Stromverbrauch

Roboter tragen die Farbe auf die Karosserie auf.

Herausgekommen sind fünf übereinanderliegende, teils ineinander verschachtelte Ebenen – und die „weltbeste, modernste Lackiererei der Welt“, erklärt Nedeljkovic.

BMW setzt auf eine „integrierte Lackstrategie“, bei der eine komplette Fertigungsstraße entfällt. Positiver Effekt: Der CO2 -Ausstoß soll durch die Modernisierung um 48 Prozent sinken, der Stromverbrauch um 25 Prozent. Außerdem sind weniger Lösungsmittel und Wasser im Einsatz – und es gerät quasi keine Abluft mehr nach außen. „Hier profitieren die Nachbarn“, freut sich Nedeljkovic. Täglich sollen 1000 Autos hier frischen Glanz bekommen. Damit das gelingen kann, stellt BMW vom Zwei- auf einen Dreischichtbetrieb um.

BMW investiert mehr als 700 Millionen in die Modernisierung

Die neue Lackiererei ist der erste Baustein einer großangelegten Modernisierung des Stammwerks. Insgesamt investiert BMW über 700 Millionen Euro in die neue Lackiererei, die Erweiterung der Montage und des Karosseriebaus und ein neues Hochregallager. BMW-Produktionschef Oliver Zipse: „Wir legen damit den Grundstein, um 8000 gut bezahlte Industriearbeitsplätze mitten in der Stadt zu erhalten.“

Bis Mitte August produziert die neue Lackierei parallel mit der alten. Von Mitte August bis Mitte September wird die Produktion unterbrochen. Danach sind bis auf den Karosseriebau alle Modernisierungen abgeschlossen – und das Stammwerk ist fit für die Zukunft.

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Marc Kniekamp

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