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Die Religion der Sikh gebietet es den Männern, stets einen Turban (Dastar) zu tragen. 

Sicherheit geht vor

Urteil: Helmpflicht besteht auch bei Turban

Wer aus religiösen Gründen einen Turban trägt und auf das Motorradfahren nicht verzichten möchte, hat trotz seiner üppigen Kopfbedeckung eine Helmpflicht.

Denn die könne nur aus gesundheitlichen Gründen aufgehoben werden, urteilte das Verwaltungsgericht Freiburg (Az. 6 K 2929/14).

Wie die Deutsche Anwaltshotline berichtet, hatte ein Deutscher, der 2005 der religiösen Gemeinschaft der Sikhs beigetreten war geklagt. Nach der Religion der Sikh lassen sich Gläubige aus Respekt vor dem Schöpfer niemals die Haare schneiden und bedecken den Kopf mit einem Turban. Nun wollte der Gläubige aber auch Motorrad fahren. 

Allerdings gestaltete es sich schwierig, den Motorradhelm über seinem Turban zu tragen. Er beantragte daraufhin, von der Pflicht, einen Helm tragen zu müssen, befreit zu werden. Er fühle sich durch seinen Turban und seinen damit verbundenen Glauben ohnehin viel mehr geschützt und berief sich dabei auf die Religionsfreiheit. Als die zuständige Behörde seinen Antrag immer noch ablehnte, ging der fromme Motorradfahrer vor Gericht, das ihn ebenfalls nicht von der Helmpflicht befreite, da er die Möglichkeit habe das Haar unter dem Helm mit einem Tuch oder einer Mütze zu bedecken. 

ampnet/nic/ml

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