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Auch bei besonders hohen Temperaturen sollten Motorradfaher ihre Schutzkleidung tragen.

Motorradfahren im Sommer

Keine Ausreden: Zum Schutz auf dem Motorrad lieber schwitzen

Motorradfahren bei großer Hitze ist keineswegs ein Leckerbissen, denn unter der Schutzkleidung wird es schnell ungemütlich. T-Shirt und kurze Hose sind aber keine Alternative.

So mancher Biker tauscht im Hochsommer gern seine Motorradkombi gegen T-Shirt, kurze Hose und Sandalen. Torsten Hesse vom TÜV warnt jedoch davor, auf eine ausreichende Schutzkleidung zu verzichten. Motorisierte Zweiradfahrer sind im Straßenverkehr stärker gefährdet als beispielsweise die Insassen von anderen Kraftfahrzeugen – das Verletzungsrisiko bei einem Verkehrsunfall ist trotz Schutzkleidung um ein Vielfaches höher.

Moderne Motorradschutzkleidung ist heute so konstruiert, dass sie einerseits funktionalen Anforderungen entspricht und auf der anderen Seite den höchstmöglichen Schutz bietet. Sowohl Hosen, Jacken – beziehungsweise Kombinationen, Handschuhe und Schuhwerk – sind je nach Ausführung mit wirkungsvollen Protektoren und Verstärkungen an den neuralgischen Stellen ausgestattet.

Bei Hitze auf spezielle Sommer-Textilkleidung mit Protektoren wechseln

Wer es bei großer Hitze in der schweren Lederkleidung nicht aushält, sollte spezielle Sommer-Textilkleidung mit Protektoren tragen, die Stabilität und einen gewissen Schutz bietet. Leichte Funktionswäsche als Unterbekleidung sorgt für einen höheren Tragekomfort. Auch bei hohen Temperaturen sollte nicht auf schützende Handschuhe und stabile Stiefel verzichtet werden.

Wer einen luftdurchströmten Integralhelm besitzt, behält auch bei hohen Temperaturen einen kühlen Kopf. Es gibt auch spezielle Jet-Helme für den Sommer.

Fahrbericht: Husqvarna Vitpilen 701.

Auch im Urlaub gehört ein Helm zur Ausstattung

Roller und Krafträder sind im Urlaub beliebte Leihobjekte. Helme werden von den Verleihstationen in aller Regel mit verliehen. Allerdings sollte gerade im Ausland auf einen nach ECE R 22 geprüften Helm geachtet werden. Für eine optimale Schutzwirkung des Motorradhelms kommt es auf die richtige Passform an.

Bei Leihobjekten werden aber hier schnell Abstriche gemacht. Über die Sinnhaftigkeit eines Helms wird unter motorisierten Zweiradfahrern ja eigentlich nicht diskutiert. Im Urlaub machen einige allerdings eine unrühmliche Ausnahme, die möglicherweise das Leben kosten kann.

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Keine langen Fahrten an besonders heißen Tagen

An besonders heißen Tagen sollten Langstreckenausflüge vermieden werden, denn generell fährt es sich dann in den Morgenstunden oder am Abend angenehmer. Auch an die Pausen muss gedacht werden – am besten alle ein bis zwei Stunden. In dieser Zeit sollte ein Teil der Schutzkleidung ablegt werden, damit sich der Körper abkühlen kann.

Auch auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. Wenn zu wenig getrunken wird, verdickt sich das Blut und weniger Nährstoffe und Sauerstoff gelangen zum Hirn. So lässt schleichend die Konzentration nach und die Unfallgefahr steigt. Besonders reichhaltige Mahlzeiten belasten den Körper eher, besser ist leichte Kost wie Obst oder Müsliriegel.

Das Motorrad selbst muss nicht auf die Hitze vorbereitet werden. Es kann nur bei luftgekühlten Modellen Probleme geben. Wer mit ihnen im Stau steht oder längere Standzeiten hat, sollte deshalb den Motor ausschalten, sonst droht Überhitzung.

Fahrbericht: BMW K 1600 Grand America.

AMPNET/DEG/NIC

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