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Hier sehen Sie den Alltag vieler Pendler: Der Verkehr staut sich im Trappentreutunnel.

Nur vier Städte sind noch schlimmer

Münchner Pendler stehen 73 Stunden pro Jahr im Stau

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München - Stau, stockender Verkehr, Baustellen – diese Wörter tun Autofahrern so weh wie ein Blechschaden. Nur, dass man sie nicht ausbeulen kann. Man kann nur: warten. Und warten, und warten…

Wie lange man ganz konkret warten muss: Das hat der Navi-Hersteller TomTom in seiner aktuellen Stau-Analyse herausgefunden und Verkehrsdaten von Millionen Autofahrern aus 161 Ländern der Welt ausgewertet. Das Ergebnis für München: Jedes Jahr stehen wir insgesamt 73 Stunden lang im Stau! Pro Arbeitstag dauert jede Strecke in den Hauptverkehrszeiten morgens und abends 28 Minuten länger. Jede dritte Fahrt auf Bundesstraßen und Autobahnen wird durch einen Stau unterbrochen, auf Landstraßen ist es jede fünfte.

"München ist der große Verlierer"

Montagmorgens ist die Blechlawine mit Abstand am schlimmsten. Dann beträgt die Stauquote sogar mehr als 50 Prozent! So schlimm ist es auch am Mittwoch– und Donnerstag Abend. Allein am Freitag entspannt sich die Lage etwas.

Staus in den europäischen Metropolen.

Insgesamt wird die Stau-Problematik in München aber stetig schlimmer. Denn im Vergleich zum Vorjahr gibt es jeden Tag eine Minute mehr Stau – sechs Stunden sind es im gesamten Jahr. Grund dafür sind neben der steigenden Pendlerzahlen auch die vielen Baustellen in der Stadt (tz berichtete). „München ist der große Verlierer in diesem Index“, kritisiert Michael Haberland, Präsident des Vereins mobil in Deutschland. Denn bundesweit erreichen wir mittlerweile ein Stau-Level von 26 Prozent und haben damit Köln vom vierten Platz verdrängt. Note 4 gibt es dafür von mobil! Schlechter schneiden nur Berlin, Hamburg und Stuttgart (80 Stunden Stau pro Jahr) ab. Aber: In Metropolen wie Stuttgart und Hamburg sind die Werte um je vier Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Hier tut sich also etwas, die Kommunen haben reagiert. Für München trifft das leider (noch) nicht zu …

Kurios: So tierisch kann ein Stau sein

Kurios: So tierisch kann ein Stau sein

Kleiner Tipp deshalb: Wer das nächste Mal morgens auf der A95 Richtung Garmisch, auf der A96 Richtung oder am Trappentreutunnel im Verkehrschaos feststeckt, sollte mal nach Moskau blicken. Dort ist der Stau kein Ärgernis, sondern Normalität. Die Quote liegt mit 74 Prozent fast drei Mal so hoch wie in München! Europaweit ist Moskau damit trauriger Spitzenreiter, wir belegen Platz 23 in der Verkehrstabelle.

Übrigens: Der schlimmste Stautag in München war der 17. Januar. Insgesamt legten die Münchner TomTom-Nutzer im vergangenen Jahr 77 494 418 Kilometer in der Stadt zurück. Abends waren sie aber immer schneller wieder zuhause als die Stuttgarter Pendler!

Andreas Thieme

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