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Nervig: Stau am Mittleren Ring

Das sind die unfreundlichsten Städte

Münchner stehen pro Jahr 74 Stunden im Stau

München - Berufspendler haben es immer schon geahnt, jetzt haben sie es schriftlich: Jedes Jahr verschenken die Münchner 74 Stunden im Berufsverkehr.

Das ergibt eine Studie des Automobilclubs Mobil in Deutschland. Dafür hatten die Experten die Daten des Navigationsgeräteherstellers TomTom ausgewertet, der die Fahrtzeiten und -routen seiner Nutzer analysiert. München ist damit sogar noch Mittelfeld – schlimmer erwischt es noch die Pendler in Stuttgart, Hamburg und Berlin. Die tz fasst das Städte-Stau-Ranking zusammen:

Platz 1: Stuttgart

Stuttgart ist Deutschlands-Staumetropole Nummer Eins! Die schlimmsten Stautage sind der Dienstagmorgen und der Donnerstagabend. Die Fahrtzeit ist hier im Berufsverkehr um 30 Prozent höher als zu normalen Zeiten – Note mangelhaft. Geschlaglene 86 Stunden kostet das die Stuttgarter Berufspendler pro Jahr. Die Stadt liegt in einem Talkessel und hat keinen Autobahnring, so dass der Verkehr immer wieder zum Erliegen kommt.

Platz 2: Hamburg

Der Hamburger Michel steht wie ein Fels in der Brandung einer der staugeplagtesten Städte Deutschlands. Hamburg erreicht den unrühmlichen zweiten Platz. Viele Brücken, viele Baustellen – all das nervt die Pendler in der Hansestadt. Sie brauchen zu Stoßzeiten 29 Prozent länger als normal, besonders schlimm geht es Freitagabend und Montagmorgen zu. Das kostet die Hamburger Pendler jeden Tag 31 Minuten – im Jahr gar 78 Stunden.

Platz 3: Berlin

Von oben sieht es fast so aus, als würden gar keine Autos über die Berliner Straßen fegen. Doch Freitagabend und Montagmorgen geht in der Hauptstadt gar nichts – ob es an den zahlreichen Wochenendpendlern liegt? Fest steht, dass Pendler zu Stoßzeiten 28 Prozent länger brauchen als bei freier Strecke. Auf das Jahr gesehen kommen hier 74 Stunden zusammen, die Pendler zusätzlich im Auto verbringen. Die Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert.

Platz 4: München

So friedlich wie auf dem Foto geht es auf Münchner Straßen leider nur selten zu: Wo während des Street Life Festivals die Menschen auf Liegestühlen den Blick auf das Siegestor genießen können, quält sich täglich eine Blechlawine durch die Stadt. Mittwochabend und Montagmorgen ist es am schlimmsten, in der Rush-Hour brauchen die Münchner 24 Prozent länger zur Arbeit als sonst. Auf das Jahr gerechnet lassen unsere Berufspendler also 74 Stunden auf der Straße liegen. Ein Jammer!

Platz 5: Frankfurt

In den Straßenschluchten zwischen den Hochhäusern Frankfurts staut es sich am häufigsten mittwochs – und zwar morgens und abends. Eine halbe Stunde brauchen Pendler länger für ihren Weg in die Arbeit. Da wäre es besser, das Auto stehen zu lassen. Die günstigsten Zeiten sind dagegen der Montag abend und der Freitagmorgen – hier muss man lediglich 26 Minuten zusätzlich einkalkulieren. 76 Stunden pro Jahr stehen Pendler im Stau. 6 Stunden mehr als im Vorjahr.

Platz 6: Köln

Besonders viel Zeit müssen Autofahrer rund um Karneval einplanen – ortskundige Automoblisten werden die Stadt am Rhein dann aber ohnehin meiden. Ansonsten hat sich die Situation in Köln etwas entspannt im Vergleich zum Vorjahr, vor allem auf dem Autobahnring läuft der Verkehr entspannter. Trotzdem: In der Rush-Hour dauert eine Fahrt 21 Prozent länger – damit stehen die Kölner 69 Stunden pro Jahr im Stau.

Platz 7: Düsseldorf

Wer staufrei durch Düsseldorf kommen will, dem sei eine Bootsfahrt auf dem Rhein empfohlen. In der Stadt müssen Autofahrer sich darauf einstellen, viel Zeit in ihren fahrbaren Untersätzen zu verbringen. 19 Prozent länger dauert es in der Rush-Hour, Berufspendler verlieren so 24 Minuten täglich, umgerechnet 65 Stunden pro Jahr. Im Vorjahr floss der Verkehr in Düsseldorf viel besser – die Stadt ist der Verlierer im Vergleich zum letzten Test.

Platz 8: Bremen

Der Stadt-Staat gilt ja ohnehin als eher arm – hier dürfen sich die Bremer ausnahmsweise darüber freuen. Denn ihre Hansestadt ist tatsächlich die stauärmste Stadt im Test. 14 Minuten muss der durchschnittliche Bremer in einer durchschnittlichen Rush-Hour zusätzlich für seinen Weg zur Arbeit einplanen. Auf dem Rathausplatz mit dem weltberühmten Roland dürfen Autos ohnehin nicht fahren – hier finden staugeplagte Bremer einen Rückzugsort.

Wo Autofahrer am längsten im Stau stehen

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